Elbphilharmonie. Foto: Oliver Heissner

Elbphilharmonie. Foto: Oliver Heissner

"Farbige, lebendige Konzertangebote"

Mit der Eröffnung der Elbphilharmonie am 11. Januar 2017 beginnt für das NDR Sinfonieorchester ein neues Kapitel in seiner über 70-jährigen Geschichte. "Als Residenzorchester des Konzerthauses an der Elbe wird das Ensemble erstmals eine Heimat in einem herausragenden Konzertsaal haben", heißt es beim NDR.

Dem historischen Meilenstein des Umzugs in die neue Elbphilharmonie verleiht das NDR-Orchester zunächst mit seinem neuen Namen Ausdruck: Als NDR Elbphilharmonie Orchester (sprich: Elbfilharmonie) unterstreicht das Ensemble seine untrennbare Bindung zur Elbphilharmonie. 

Joachim Knuth, NDR Programmdirektor Hörfunk: „Wir möchten möglichst viele Menschen für klassische Musik begeistern und zeigen, dass Musik verbindet“.  Das Saisonprogramm 2016/17 richtet sich, nach einem würdigen Abschied von der ehemaligen Spielstätte in der Laeiszhalle, vollständig auf die gemeinsame Zukunft an der Elbe aus.

Nach den Eröffnungskonzerten im Januar 2017 werden alle weiteren Hamburger Konzerte des NDR Elbphilharmonie Orchesters ausschließlich in seiner neuen Heimstatt veranstaltet. Thomas Hengelbrock, Chefdirigent NDR Elbphilharmonie Orchester: „Die Elbphilharmonie muss ein Ort der Begegnung sein. Musik verbindet die Menschen, über alle sozialen, religiösen, politischen Unterschiede hinweg. Wir als Residenzorchester haben die Aufgabe, den Menschen diese Teilhabe zu ermöglichen. Dazu gehören abwechslungsreiche, farbige, lebendige Konzertangebote zu erschwinglichen Preisen.“ 

Zu zwei außergewöhnlichen Events unter freiem Himmel im Hamburger Hafen lädt der NDR schon im Juli 2016 ein: Mit dem HafenCity Open Air 2016 des NDR Elbphilharmonie Orchesters verwandelt er den Baakenhöft zum Saisonabschluss in einen Konzertsaal. Freitag, 8. Juli, und Sonnabend, 9. Juli – führt das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Leitung des polnischen Gastdirigenten Krzysztof Urbanski Antonín Dvoráks 9. Sinfonie e-Moll „Aus der neuen Welt“, die Overtüre aus „Ruslan und Ljudmila“ von Michail Glinka und Dimitrij Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1 auf.

Am 9. September 2016 eröffnet Thomas Hengelbrock die neue Saison mit der Opening Night in der Laeiszhalle. Unter dem Motto: „une affaire francaise“ erklingen Werke von Rameau bis Offenbach. Mit von der Partie ist Star-Countertenor Philippe Jaroussky, der in der Spielzeit 2016/17 als Artist in Residence beim NDR Elbphilharmonie Orchester zu Gast ist.  

Drei Programme widmet das NDR Elbphilharmonie Orchester zum Beginn der Spielzeit dem Komponisten Richard Strauss: Der Erste Gastdirigent Krzysztof Urbański schwingt den Taktstock zu „Don Juan“ und „Also sprach Zarathustra“; Thomas Hengelbrock thematisiert die besondere Verbindung von Mozart und Strauss, der auch in der bewährten Kammermusikreihe im Rolf-Liebermann-Studio nachgespürt wird. Ein besonderer Abend verspricht zudem das Debüt des Pioniers der Originalklangbewegung Marc Minkowski beim NDR Elbphilharmonie Orchester zu werden – mit Werken der französischen Romantik und des Impressionismus’. 

 Im Dezember verabschiedet sich das Orchester dann zusammen mit dem NDR Chor und namhaften Solisten unter der Leitung von Thomas Hengelbrock mit einer Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium von der traditionsreichen Laeiszhalle.

Am 11. und 12. Januar 2017 weiht das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Thomas Hengelbrock den neuen Konzertsaal in der Elbphilharmonie ein. Mit dabei sind Star-Solisten wie Jonas Kaufmann, Anja Harteros, Bryn Terfel, Wiebke Lehmkuhl und Philippe Jaroussky sowie der NDR Chor und der BR Chor. 

Die Besucher, die bei der Kartenverlosung das Glück haben, dieses einmalige Ereignis live zu erleben, erwartet eine musikalische Zeitreise von der Renaissance bis zur Gegenwart, die in einem bei Wolfgang Rihm in Auftrag gegebenen neuen Werk kulminiert.   

Die Eröffnungskonzerte sind der Auftakt einer Halbsaison fulminanter Konzerthöhepunkte. Im neuen Saal der Elbphilharmonie dirigiert Thomas Hengelbrock im Januar und Februar drei vokalsinfonische Werke, die dem Neuanfang und der Aufbruchsstimmung musikalisch Rechnung tragen: Mendelssohns „Lobgesang“, Haydns „Schöpfung“ und Mahlers „Auferstehungs-Sinfonie“.

Ein weiteres Highlight ist die konzertante Aufführung von Schönbergs unvollendeter Oper „Moses und Aron“, die 1954 vom NDR in Hamburg uraufgeführt wurde. Ingo Metzmacher leitet den Chor der Komischen Oper Berlin und das NDR Elbphilharmonie Orchester. Die Titelpartien übernehmen Franz Grundheber und John Daszak.   

Neue Konzertformate Im Februar prägt das NDR Elbphilharmonie Orchester mit der von Thomas Hengelbrock initiierten Reihe „Konzerte für Hamburg“ das Geschehen im neuen Konzertsaal. In Kooperation mit Hamburg Musik eröffnet das Ensemble mit 30 Stundenkonzerten rund 60.000 Hamburger Bürgern die Möglichkeit, ihre Elbphilharmonie nun endlich auch musikalisch zu entdecken – und das zu populären Eintrittspreisen.

Thomas Hengelbrock und Krzysztof Urbanski dirigieren sinfonische Meisterwerke und präsentieren aufregende Solisten wie Patricia Kopatchinskaja, Nicolas Altstaedt, Alice Sara Ott oder Martin Fröst. Die „Konzerte für Hamburg“ finden in drei Blöcken mit jeweils bis zu elf Konzerten pro Woche statt – zwei Wochen im Februar und eine Woche im Juni 2017.

Ebenfalls im Februar widmet das NDR Elbphilharmonie Orchester ein dreitägiges Festival „Into Iceland“ der originellen Kunstszene und den neuesten musikalischen Strömungen der Insel. Das Publikum erwartet Musik von Klassik über Jazz bis Pop mit vielen Erst- und Uraufführungen sowie spannende Künstler der nordischen Szene.

Auf dem Programm stehen zwei Sinfoniekonzerte unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen, ein Abend mit der NDR Bigband, ein Konzert des neu gegründeten NDR Kammerorchesters unter Daníel Bjarnason, ein Recital mit dem Pianisten Vikingur Ólafsson, eine Lesung mit isländischen Autoren, präsentiert von NDR Kultur, ein NDR Kultur Neo Klubkonzert und ein Abend mit Popbands aus Island, präsentiert von N-JOY.    

Mit den ersten beiden von insgesamt sechs Late Night-Konzerten startet in Kooperation mit N-JOY zudem ein neues Konzertformat für junge Leute. Klassik, dirigiert von Thomas Hengelbrock und Krzysztof Urbański, trifft dabei auf aktuellen Pop. Durch den Abend führen Moderatoren von  N-JOY, jeweils freitag- und samstagabends ab 21.30 Uhr.

Im März geht eine weitere neue Reihe an den Start: „Klassik Kompakt“, das neue Stundenformat des NDR Elbphilharmonie Orchesters am Sonntagnachmittag – runde 60 Minuten jeweils sinfonische Meisterwerke im Großen Saal der Elbphilharmonie, interpretiert von namhaften Dirigenten: Juraj Valčuha (26. März), Christoph von Dohnányi (21. Mai) und Andrés Orozco-Estrada (18. Juni).

Weitere Konzerthöhepunkte Für die Konzerte im weiteren Verlauf der Eröffnungssaison der Elbphilharmonie sind vor allem Dirigenten eingeladen, die dem Orchester in besonderer Weise verbunden sind: Christoph Eschenbach dirigiert die Uraufführung eines Auftragswerks von Matthias    Pintscher und Mahlers sechste Sinfonie.

Mit Christoph von Dohnányi, der sich entscheidend für den Bau der Elbphilharmonie und die Residenz des NDR Elbphilharmonie Orchesters eingesetzt hat, und Herbert Blomstedt sind weitere ehemalige Chefdirigenten zu Gast. Mit Interpretationen von Bruckners vierter und fünfter Sinfonie knüpfen beide an eine der wichtigsten Aufführungstradition des Orchesters an.

Weitere interessante Programmpunkte sind die konzertante Aufführung von Wagners „Das Rheingold“ unter der Leitung von Thomas Hengelbrock und mit Michael Volle als Wotan und die Aufführung von Berlioz’ „Symphonie fantastique“ in Verbindung mit der deutschen Erstaufführung eines Werks von Kaija Saariaho unter Leitung des kolumbianischen Dirigenten Andrés Orozco-Estrada.  

Weltweit unterwegs Parallel zur Eröffnungssaison des neuen Konzerthauses bleibt das NDR Elbphilharmonie Orchester auch weiterhin im gesamten Sendegebiet des NDR präsent: Neben den regelmäßigen Konzerten in Lübeck und Kiel spielt das Ensemble insgesamt sieben Konzerte beim Schleswig-Holstein Musik Festivals und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, darunter traditionell die Eröffnungs- und Abschlusskonzerte der Festivals.

Neben weiteren Gastspielen in deutschen Musikmetropolen hinaus intensiviert das Ensemble seine internationalen Beziehungen, beispielsweise durch eine große JapanTournee mit Krzysztof Urbański im März 2017 und durch weitere Austauschprojekte im Rahmen der Partnerschaft mit der Shanghai Symphony Concert Hall. Erstmals ist dabei auch das NDR Jugendsinfonieorchester eingebunden. Für sein Debüt auf dem Podium der Elbphilharmonie wurde ein internationales Akademieprojekt konzipiert, das die norddeutschen Nachwuchsmusiker gemeinsam mit jungen Musikern aus Hamburgs Partnerstädten von St. Petersburg über Shanghai bis Chicago zu einem Projektorchester vereint.

 

Mit insgesamt 125 Konzerten wird das Orchester die Anzahl seiner bisherigen Konzerte um 30 Prozent steigern. Mit ca. 70 Konzerten im Eröffnungshalbjahr untermauert das Orchester seine Residenz in der Elbphilharmonie: das sind rund 30 Prozent aller Konzerte im Großen Saal des neuen Konzerthauses. Neue Abos sind ab sofort erhältlich, erstmals auch direkt im Webshop des NDR Ticketshops buchbar. Die besten Chancen auf die besten Plätze gibt es in den neuen Abo-Reihen E und G. In den neuen Formaten gibt es zahlreiche Stundenkonzert-Angebote mit Preisen von sechs bis 35 Euro in der Spitze.