Festspiele mit Wettbewerb

Nach der Premiere im letzten Jahr startet die „göttingen händel competition" der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, Teil des EU-geförderten Stipendiatenprogramms „eeemerging", in die zweite Saison.

Im Rahmen der diesjährigen Festspiele vom 10. bis 21. Mai unter dem Motto „Konflikte" konkurrieren am 11. und 12. Mai acht vielversprechende Nachwuchsensembles aus dem Bereich der Alten Musik vor einer fünfköpfigen Jury. Dem Sieger winken das Preisträgerkonzert am 14. Mai 2018 im Muthaus der Burg Hardeg in Hardegsen sowie 5.000 Euro Preisgeld, gestiftet von der Göttinger Händel-Gesellschaft e. V. Hauptförderer des Wettbewerbs ist auch 2018 die Sartorius AG.

Außerdem werden der Bärenreiter Urtext-Preis in Form eines Notengutscheins sowie ein Publikumspreis vergeben. Junge Ensembles mit Musikerinnen und Musikern aus insgesamt 16 Nationen haben sich für den Wettbewerb beworben, aus denen acht mit einem Repertoireschwerpunkt im Bereich der Barockmusik in historisch informierter Aufführungspraxis ausgewählt wurden: Das Cancrizans Duo mit Sitz in Deutschland, bestehend aus Querflöte und Cembalo, spielt neben der Barockliteratur auch eigene Arrangements der wichtigsten Werke des 17. und 18. Jahrhunderts; das niederländische Ensemble Arava in der Besetzung Sopran, Violine, Violoncello und Cembalo, fokussiert auf das Zusammenspiel von Stimme und Instrument; La Récréation (Blockflöte, Violine, Violoncello und Cembalo) aus Deutschland haben es sich zur Aufgabe gemacht, unterschiedliche musikalische Ausdrucks- und Gestaltungsmittel verschiedener Länder während des 17. und 18. Jahrhunderts zu zeigen; La Vagghezza aus Italien in der Zusammensetzung aus zwei Violinen, Violoncello, Theorbe und Cembalo sind aktuell im zweiten Stipendienjahr des eeemerging-Programms; Les Tambourins aus Deutschland spielen ein barockes Repertoire in der Besetzung Violine, Viola da Gamba und Cembalo bzw. Flöte; das aus den Niederlanden stammende Ensemble L'isoletta di cigni, bestehend aus Sopran, Flöte, Violoncello und Cembalo, ist spezialisiert auf barocke Kammermusik-Kantaten; The Counterpoints kommen ebenfalls aus den Niederlanden, haben als Duo mit besonderer Vorliebe für Bachs kontrapunktische Musik begonnen und sind im Laufe der Zeit zu einem Quartett mit Blockflöte, Violine, Violoncello und Cembalo herangewachsen; Tolmetes mit Sitz in Österreich vereint Mitglieder (Sopran, Blockflöte und Oboe, Violoncello, Violone, Theorbe und Cembalo) aus fünf Nationen zu einem harmonischen Ganzen. 

Nach der ersten Runde am 11. Mai, die für jedes Ensemble aus 15 Minuten Programm und 10 Minuten Gespräch besteht, geht es für drei der Ensembles am 12. Mai in die zweite Runde mit einem Programm von jeweils 30 Minuten und 10 Minuten Gespräch im Anschluss. Die öffentliche Verkündung der Gewinner findet schließlich im Anschluss an die Juryberatung um 14.30 Uhr auf dem Marktplatz statt. 

Die diesjährige Wettbewerbsjury setzt sich wieder aus Vertretern der Alte Musik-Szene und der Verlags- und Medienwelt zusammen: Prof. h. c. Barbara Scheuch-Vötterle, Geschäftsführerin des Bärenreiter-Verlags, Gabriele Hertz-Eichenrode, Redakteurin i. R. Programmbereich NDR Kultur, Angela Brünjes, Leitung Kultur des Göttinger Tageblatts, Prof. Barbara Maria Willi, Ph.D., Leiterin der Abteilung Orgel und historische Interpretation und Professorin für Cembalo, Janàček-Akademie für Musik und Darstellende Kunst, Brno sowie Tobias Wolff, Geschäftsführender Intendant der Int. Händel-Festspiele Göttingen. 

Der Wettbewerb ist Teil des europäischen Stipendienprogramms „eeemerging", welches aufstrebenden Ensembles erstklassige Arbeitsbedingungen bietet und sie in Form von Workshops zu den Themen Programmentwicklung, Management und Marketing für den Musikmarkt fit macht.

www.haendel-festspiele.de.