Das Finnische Radio Symphonie Orchester und Hannu Lintu. Foto: Paul Boström

Das Finnische Radio Symphonie Orchester und Hannu Lintu. Foto: Paul Boström

Finnisches Orchester zu Gast in Deutschland

In der Dezember-Ausgabe des FONO FORUM hat Volker Tarnow eine Hommage an das musikalisch so reiche Finnland verfasst. Im kommenden Frühjahr ist das Finnische Radio Symphonie Orchester in Deutschland zu erleben.

100 Jahre Unabhängigkeit, 90 Jahre Finnisches Radio Symphonie Orchester und der 50. Geburtstag von dessen Leiter Hannu Lintu – das sind drei allerbeste Gründe zum Feiern im Land der tausend Seen. Den nationalen Feierlichkeiten mit dem zentralen Festakt am 6. Dezember 2017, an dem u.a. zwei Auftragskompositionen in Helsinki zur Uraufführung kommen, folgt im März 2018 eine Europatournee des Orchesters mit der Cellistin Sol Gabetta, die das finnische Spitzenorchester und seinen hierzulande bestens beleumundeten Dirigenten nach München, Berlin, Heidelberg und Köln führt.

Seit 2013 wirkt Hannu Lintu als Chefdirigent des Orchesters. 1927 gegründet – und damit in jenem Jahr, als Sibelius mit der Bühnenmusik „Der Sturm“ seine letzte Komposition fertigstellte –, gilt das FRSO heute als Klangkörper von Weltrang: „akribisch im Zusammenspiel, kultiviert im Ton, fast aristokratisch“, so schrieb The Times. 

Für das Jubiläumsjahr 2017 wurden zwei Kompositionen bei Magnus Lindberg („Tempus fugit“) und Lotta Wennäkoski („Uniin asti“) in Auftrag gegeben, die am Unabhängigkeitstag (6.12.) in Helsinki zur Uraufführung gelangen werden. Im März des kommenden Jahres begeben sich dann das FRSO und sein Leiter Hannu Lintu auf Europatournee – mit vier Auftritten in Deutschland. Bei den Konzerten in München (12.3.), Berlin (13.3.), Heidelberg (18.3.) und Köln (19.3.) stehen jeweils eine Sibelius-Sinfonie und das Cellokonzert von Bohuslav Martinůauf dem Programm, ergänzt durch Peter Tschaikowskys Sinfonie Nr. 5 (München/Heidelberg) bzw. Igor Strawinskys „Sinfonie in drei Sätzen“ (Berlin/Köln).