Iván Fischer und Pál Dárdai. Foto: City-Press

Iván Fischer und Pál Dárdai. Foto: City-Press

Frau Musica in der Fankurve

Hertha BSC und das Konzerthausorchester machen gemeinsame Sache: Im Namen der Emotion versuchen sie ihre Kundengruppen in Beziehung zu setzen. Die ungarischen Chefs gehen voran.

"So klingt nur Berlin!" Ob das Team von Hertha BSC im Olympiastadion spiele oder das Konzerthausorchester im Konzerthaus am Gendarmenmarkt: "Fest in der Stadt verwurzelt, prägen beide Teams ihren Herzschlag und lassen die Fieberkurve ansteigen." So kündet es aus der Pressestelle des Konzerthauses.

Der Versuch, der Klassik mit den Fußball-Fans eine emotional zugängliche Hörergruppe zu erschließen und ihr damit gleichzeitig bei künftigen Spardiskussionen mehr Rückhalt im "Volk" zu sichern, mag bei derlei Projekten auch stets eine Rolle spielen. Jetzt also in Berlin.

Iván Fischer, Chefdirigent des Konzerthausorchesters Berlin, und Pál Dárdai, Cheftrainer von Hertha BSC, zeigen in einem gemeinsamen Image-Clip, wie die Faszination zweier Disziplinen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, einem synchron verlaufenden inneren Spannungsbogen folgt: von der Konzentration der Vorbereitung auf den Auftritt bis hin zum aufbrandenden, erlösenden Jubel nach einem fulminanten Finale.

Iván Fischer: „Wenn ich überlege, was die Leute kollektiv fasziniert und enthusiastisch macht, dann ist das Fußball und Musik. Vieles was ich über das Dirigieren weiß, habe ich von Sporttrainern gelernt. Vor allem, dass es nicht um den Einzelnen geht, sondern um die ganze Mannschaft.“

Pál Dárdai: „Ob auf dem Rasen oder auf der Bühne kommt es auf den richtigen Rhythmus, die Balance zwischen Spielführern, Teamarbeit, Führungsqualitäten an. Und wir haben beide eine wichtige Aufgabe und Verantwortung als Vorbilder für Nachwuchstalente.“

Ab dem 6. Februar (Hertha BSC spielt dann gegen Borussia Dortmund) ist ein gemeinsamer Video-Clip von Dardai und Fischer zu sehen unter

www.herthabsc.de und www.konzerthaus.de