Verdi-Quartett. Foto: Kulturamt Füssen/Studio Samer

Verdi-Quartett. Foto: Kulturamt Füssen/Studio Samer

Füssen mag's "ver-rückt"

Musik für Saiteninstrumente hat in Füssen Tradition - die Stadt bezeichnet sich als Wiege des Lauten- und Geigenbaus.

Es ist bemerkenswert, dass eine Kleinstadt wie Füssen, abgelegen von den Musikmetropolen Europas, als Wiege des Lauten- und Geigenbaus die europäische Musikgeschichte prägt. Ein bisschen Verrücktheit gehörte auch dazu, am felsigen Abhang zum Lech einen barocken Prunkbau zu errichten. Das dort stattfindende Festival vielsaitig greift mit unterschiedlichen Ensembles und Programmen sowie mit musikalischer Bandbreite die bedeutende Geschichte Füssens auf.

Ver-rückt! ist das Motto des Festivals vom 28.08. – 07.09.2019. Durch das Umsetzten oder Verschieben vertrauter Zusammenhänge entstehen neue, ver-rückte Perspektiven und ausgefallene Klangerlebnisse. Es erklingen bekannte Werke in ungewohntem Kontext, kuriose, schräge Kompositionen rücken in den Kammermusiksaal.

Beim Eröffnungskonzert des Verdi Quartetts (Mi. 28.08.) erklingt u. a. Beethovens Streichquartett op. 59.2, das Zeitgenossen als „Flickwerk eines Wahnsinnigen“ bezeichneten. Das Vokalensemble Chanticleer, weltweit als „Orchester der Stimmen“ bekannt, verrückt die Renaissancemusik in die Gegenwart (Mi. 04.09.). Der Historiker Philipp Blom stellt sein Buch „Eine Italienische Reise“ vor, die in Füssen beginnt. Der Pianist Matthias Kirschnereit, die Harfenistin Ronith Mues, das verrückte Ensemble UWAGA! und viele andere freuen sich auf die Neugier des Füssener Publikums.