Gera und Altenburg blicken optimistisch in die Zukunft

Das Fünf(!)-Sparten-Theater in Gera und Altenburg freut sich über einen gestiegenen Publikumszuspruch und Auszeichnungen für seine Arbeit.

Für die Theater & Philharmonie Thüringen in Gera ist ein erfolgreiches Jahr zu Ende gegangen – künstlerisch und wirtschaftlich. So darf sich das Fünf-Sparten-Theater in Ostthüringen über zahlreiche Auszeichnungen freuen, auf eine Vielzahl herausragender Premieren und Konzerte zurückblicken sowie seine regionale und überregionale Bedeutung durch die positive Berichterstattung zahlreicher Medien, durch Rundfunkübertragungen und CD-Veröffentlichungen unter Beweis gestellt sehen. Besonders erfreulich ist auch die Entwicklung des Publikumszuspruchs.

Zu den Auszeichnungen der Theater & Philharmonie Thüringen gehört die Verleihung des Theaterpreises des Bundes 2017 durch Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters in Stendal. Die Verleihung erfolgte in Anerkennung der engagierten, regional wie international ausgerichteten Arbeit aller fünf Sparten. Das Preisgeld von 115.000 Euro wird für die weitere künstlerische Arbeit verwendet.

Zu den herausragenden Premieren des Jahres 2017 zählen im Musiktheater Hans Sommers Rübezahl und der Sackpfeifer von Neiße. Die Opernwiederentdeckung wurde überregional vielbeachtet. Die im Label Pan Classics erschienene CD wurde mehrfach als beste Neueinspielung benannt und hat es auf die aktuelle Longlist für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik geschafft.

Große überregionale Aufmerksamkeit wurde schließlich den beiden hebräischen Kammeropern Saul in Ein Dor von Josef Tal sowie Die Jugend Abrahams von Michail Gnesin zuteil, letztere war die Uraufführung der ersten in hebräischer Sprache komponierten Oper; am 6. Januar 2018 erfolgte die Rundfunkübertragung bei Deutschlandfunk Kultur.

Die Ballettfestwoche des Thüringer Staatsballetts wartete mit der Premiere Dracula, drei weiteren Eigenproduktionen sowie drei Gastspielen (Palucca Hochschule, Red Bull Flying Bach, Spellbound Contemporary Ballet) auf und war nahezu komplett ausverkauft. Anlässlich der Liszt Biennale Thüringen feierte Eine infernalische Reise/ Letzte Lieder, eine Choreografie von Silvana Schröder, eine umjubelte Premiere. 

Die äußerst erfreuliche Entwicklung im Zuschauerbereich manifestiert sich 2017 in einer Auslastung aller 905 Vorstellungen von durchschnittlich 78,6% und einer Steigerung der Besucher von 142 800 (2016) auf 150 300 (2017). Auch 2018 darf sich das Publikum auf spannende Premieren, Vorstellungen und Konzerte freuen. So ermöglicht die Aufnahme der Konzertsparte in das Programm Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland des Staatsministeriums für Kultur und Medien in den kommenden beiden Jahren spannende künstlerische Begegnungen mit den Musiklandschaften Ungarns und Rumäniens. Die Fördersumme für das Projekt Zukunftsmusik ostwärts beträgt 250.000 Euro.

Ebenfalls im Herbst 2018 startet das Eleven-Programm des Thüringer Staatsballetts in Kooperation mit der Palucca Hochschule für Tanz Dresden, der Staatliche Ballettschule Berlin und der Tanzakademie Zürich. Schließlich gründet das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera gemeinsam mit der Jenaer Philharmonie eine Orchesterakademie, in welcher vorerst 10 Streicher den Übergang vom Studium ins Berufsleben erproben können. Demnach blickt Theater & Philharmonie Thüringen auch 2018 hoffnungs- und erwartungsfroh in die Zukunft.