Elisabeth Schwarzkopf. Foto: Angus McBean/Warner Classics

Elisabeth Schwarzkopf. Foto: Angus McBean/Warner Classics

Geschichtsstunden des Gesanges

Mit dem 31. Dezember 2015 geht auch ein Jahr des Gendenkens an Elisabeth Schwarzkopf zu Ende. Jürgen Kesting hat sich im aktuellen FONO FORUM intensiv mit der Rezeption ihrer Kunst auseinander gesetzt. Zusätzliche Entdeckungen sind bei Youtube möglich.

Eine Stauballergie sollte man als Sänger nicht haben, stattdessen aber die richtigen Eltern und den richtigen Partner. Elisabeth Schwarzkopf hat nicht nur in vielen Schallplattenschränken und CD-Regalen ihre Spuren hinterlassen. Auch bei Youtube gibt es einige Dokumente mit ihr. Besonders reizvoll sind natürlich jene, wo Klang und Bild zeitgleich aufgenommen wurden und nicht - wie bei so vielen Opernaufnahmen Brauch - playback entstanden sind.

Zu diesen lebendigen Zeugnissen zählen auch zwei Gesprächssendungen, in denen Elisabeth Schwarzkopf über ihr Leben und ihr Singen spricht und dabei immer wieder auch die gestrenge Lehrmeisterin durchblicken lässt. Im Wortwechsel mit Christa Schulze-Rohr und als Gast von August Everding ("Da Capo") zeigt sie sich als selbstsichere und auskunftsfreudige Interviewpartnerin.

Wer einen etwas anderen Nachklang des Schwarzkopf-Jahres sucht, wird bei diesen TV-Konserven seinen Wissens- und Erlebnishunger stillen können. Ebenfalls interessant: die Meisterkurse, die dort zu sehen sind. Und schließlich gibt es einige wenige echte Live-Mitschnitte in Ton und Bild, etwa Lieder von Richard Strauss, 1967 in Paris mit Orchester aufgenommen und ein "An die Musik" mit Gerald Moore aus einer BBC-Sendung von 1961.

Wer dem Geheimnis des Erfolges von Elisabeth Schwarzkopf nicht als Besucher ihrer Konzerte nachsüpüren konnte, findet auf diese Weise möglicherweise eine sinnvolle Ergänzung zum Abhören ihrer Aufnahmen. Die Suche kann über folgenden Link starten oder durch die Eingabe konkreteter Stichworte, z. B. "Schwarzkopf Strauss 1967" erfolgen.

www.youtube.de/elisabeth-schwarzkopf