Junge Deutsche Philharmonie. Foto: Achim Reissner

Junge Deutsche Philharmonie. Foto: Achim Reissner

Goethe in Neuer Musik und Poetry-Slam

Die Junge Deutsche Philharmonie macht sich im Rahmen eines spartenübergreifenden Formats auf die Suche nach ungewöhnlichen Kombinationen mit anderen Kunstformen.

Hierfür hat sie Kompositionsaufträge an Birke J. Bertelsmeier, Steven Heelein, Malika Kishino, Ulrich Alexander Kreppein und den im Mai verstorbenen Dieter Schnebel in Anlehnung an Gedichte Goethes vergeben. Die fünf musikalischen Werke treffen auf einige der renommiertesten Künstlerinnen und Künstler der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene – Fee, David Friedrich, Theresa Hahl, Franziska Holzheimer und Dalibor Marković – die sich in ihren Textbeiträgen mit den gleichen Gedichten auseinandersetzen. Im Wechsel werden die musikalischen Werke und die Texte der Slam-Poetinnen und -Poeten vorgetragen, stets gepaart nach dem jeweiligen Goethe-Gedicht. Alle beauftragten Künstlerinnen und Künstler werden bei den Proben und der Uraufführung anwesend sein – natürlich außer dem verstorbenen Dieter Schnebel. Dessen Variationen über das Heidenröslein gehören zum Vermächtnis des Komponisten. Sie sind sein letztes vollendetes Werk. 

Die Uraufführung von WORTWECHSEL – FREISPIEL 2018 findet am Dienstag, den 11. September 2018 in der Freimaurerloge zur Einigkeit in der Frankfurter Kaiserstraße statt. Eine weitere Aufführung am Tag darauf im Hanauer Comoedienhaus Wilhelmsbad. Das zehnköpfige Ensemble aus Mitgliedern der Jungen Deutschen Philharmonie und die Sopranistin Elena Harsányi musizieren unter der Leitung von David Niemann, Preisträger der Malko Competition 2015.   

Mit dem biennalen Format FREISPIEL setzt die Junge Deutsche Philharmonie seit 2008 Akzente mit spartenübergreifenden, teils experimentellen Veranstaltungsformaten in Frankfurt und zuletzt auch im Radialsystem in Berlin, bei den Darmstädter Ferienkursen sowie beim Kunstfest Weimar. 

Das aktuelle Projekt findet im Rahmen der von der Stadt Frankfurt initiierten und koordinierten Goethe Festwoche statt. Die Premiere im Frankfurter Logenhaus wird von der Jungen Deutschen Philharmonie in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm veranstaltet, die zweite Aufführung im Comoedienhaus Wilhelmsbad richtet der Fachbereich Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen der Brüder-Grimm-Stadt Hanau aus.