Hans-Christoph Rademann und die Gaechinger Cantorey. Foto: Holger Schneider

Hans-Christoph Rademann und die Gaechinger Cantorey. Foto: Holger Schneider

Händel bei der Bachakademie

Die Internationale Bachakademie Stuttgart hat die designierte Geschäftsführende Intendantin Katrin Zagrosek sowie die Saison 2018/19 vorgestellt. Akademieleiter Prof. Hans-Christoph Rademann und Chefdramaturg Dr. Henning Bey gaben zudem das Programm der Bachwoche 2019 bekannt.

In den Konzerten der kommenden Saison bauen die Ensembles der Bachakademie ihr Repertoire weiter aus. So präsentiert die neue Gaechinger Cantorey erstmals Händels »Messiah« zur Saisoneröffnung in der Liederhalle. Die Musik von Johann Sebastian Bach bleibt jedoch auch weiterhin Dreh- und Angelpunkt der Programmgestaltung: Neben dem traditionellen Geburtstagskonzert am 21. März, in dem dieses Mal die Johannes-Passion erklingen wird, widmet die Bachakademie ihrem Namenspatron ein Konzert zum 1. Advent – mit drei Adventskantaten und dem 1. Brandenburgischen Konzert. Den Schluss der Konzertsaison markiert dann ein Programm mit sämtlichen Motetten des Thomaskantors.

Die im Musikfest begonnene Reise mit Originalinstrumenten ins Reich der Klassik wird mit Mozarts »Requiem« fortgesetzt, dem die Trauermusik des gleichaltrigen »Odenwälder Mozart« Joseph Martin Kraus vorangestellt wird. Mit Mendelssohns »Paulus« präsentiert der Chor der Gaechinger Cantorey zusammen mit dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg außerdem ein romantisches Oratorium.

Auch in der Saison 2018/19 veranstaltet die Bachakademie jeweils donnerstags vor den Abonnementkonzerten ihren »Musikalischen Salon« im Hospitalhof Stuttgart, in dem die geistesgeschichtlichen, programmatischen oder aufführungspraktischen Hintergründe der jeweiligen Konzerte mit Wissenschaftlern, Künstlern und Kulturschaffenden diskutiert werden.     

Die neu aufgelegte Bachwoche stellt 2019 die Komponisten Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach im musikalischen Dialog einander gegenüber. Junge professionelle Sänger und Instrumentalisten aus aller Welt bilden das Junge Stuttgarter Bach-Ensemble (JSB Ensemble), das nach dem Vorbild der Gaechinger Cantorey als Barockorchester erstmals auf historischen Instrumenten musizieren wird. Zwischen den Geburtstagen Telemanns am 14. März und Bachs am 21. März arbeiten die Bach-Interpreten von Morgen in Meisterkursen mit renommierten Dozenten für Alte Musik zusammen. Dem Publikum präsentiert sich das Ensemble in Werkstattkonzerten und öffentlichen Proben, dazu gibt es Vorträge und Podiumsgespräche mit Experten aus der Bach- und Telemann-Forschung.

Die Reihe »Bachbewegt!« verkörpert auch in der kommenden Spielzeit das Zentrum der bachakademischen Musikvermittlung und will Kinder und Jugendliche an Alte Musik heranführen: mit einem getanzten »Weihnachtsoratorium« im Dezember 2018 sowie mit Händels »Messiah« in einer Bearbeitung von Karsten Gundermann für junge Sängerinnen und Sänger. Beide Projekte gestalten jeweils die Gaechinger Cantorey und ausgewählte Solisten unter der Leitung von Akademieleiter Hans-Christoph Rademann gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Stuttgart und der weiteren Region.

In der kommenden Spielzeit übernimmt die Gaechinger Cantorey zudem die Patenschaft für einen jungen Chor, der an Mendelssohns »Paulus« mitwirken wird. Hans-Christoph Rademann und die Ensembles der Gaechinger Cantorey bestreiten auch 2018/19 zahlreiche Gastspiele. So ist man unter anderem bei den Herbstlichen Musiktagen Bad Urach, den Frankfurter Barockkonzerten und der Bachwoche Ansbach zu Gast. Dazu führen weitere Engagements nach Italien und Frankreich. Auf dem Programm stehen unter anderem Bachs »Weihnachtsoratorium« und »Johannes-Passion« sowie Händels »Messiah«.