Diana Moore. Foto: Peter Everard Smith

Diana Moore. Foto: Peter Everard Smith

Händel-Festspiele zwischen Krieg und Frieden

Das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren ist Anlass für die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen vom 10. bis 21. Mai unter dem Motto „Konflikte" das Gegensatzpaar Krieg und Frieden musikalisch zu beleuchten. Im Galakonzert singt Mezzosopran Diana Moore.

Erich Sidler inszeniert in Händels Arminio vor dem Hintergrund der Varusschlacht große innere und äußere Konflikte. Nach der Premiere am 12. Mai stehen fünf weitere Aufführungen im Deutschen Theater Göttingen und das Public Viewing am 17. Mai in der Lokhalle Göttingen auf dem Programm. In der Titelrolle ist Countertenor Christopher Lowrey zu hören.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden Chorwerke Händels über kriegerische Auseinandersetzungen, siegreiche Schlachten und gefeierte Friedensschlüsse. Das Festspieloratorium Judas Maccabaeus in der Stadthalle Göttingen eröffnet am 10. Mai mit Kenneth Tarver in der Titelrolle die Festspiele. Alexander Balus (13. Mai) ist in Herzberg mit zahlreichen Preisträgerinnen und Preisträgern internationaler Wettbewerbe besetzt. Mit dem Utrechter Jubilate und der Ode for the Birthday of Queen Anne im Konzert des NDR Chors am 20. Mai sowie dem Dettinger Te Deum im Galakonzert am 19. Mai stehen weitere Schlüsselwerke zum Thema Krieg und Frieden auf dem Programm.

Ebenfalls im Galakonzert singt Mezzosopran Diana Moore den Herakles in The Choice of Hercules. Auch auf namhafte Instrumentalisten und Instrumentalistinnen sowie Ensembles darf sich das Publikum freuen: Midori Seiler und Christian Rieger (20. Mai) spielen ebenso in der Aula der Universität wie Giovanni Antonini und Ottavio Dantone (13. Mai) und die London Handel Players (11. Mai).

Künstler aus dem Crossover-Bereich wie Laura Moody am 18. Mai oder das Ensemble Virévolte am 20. Mai bieten die Chancen für neue Entdeckungen. Insgesamt präsentieren die Festspiele in diesem Jahr ca. 75 Veranstaltungen, davon 30 Konzerte und Opernaufführungen. Über 500 Künstlerinnen und Künstler werden dafür in Göttingen und der Region erwartet. Der Gesamtetat für die Festspiele liegt bei ca. 1,8 Millionen Euro.