Greatest Hits in Hamburg, u. a. mit Matthias Kaul. Foto: Maria Balabas

Greatest Hits in Hamburg, u. a. mit Matthias Kaul. Foto: Maria Balabas

Hamburg als Hafen neuer Klänge

Neue Musik hat mit dem Festival „Greatest Hits“ eine wichtige Plattform in Hamburg. Etablierte Größen der Szene und der Nachwuchs sorgen für viele klangliche Kontraste.

Nach zwei erfolgreichen Ausgaben hat sich das Festival »Greatest Hits« als prominente Plattform für aktuelle Musik in der Hamburger Musiklandschaft etabliert – und darüber hinaus. Mit insgesamt rund 20 Veranstaltungen wird es vom 19. bis zum 22. November wieder zum Anziehungspunkt.

Als neuer Kooperationspartner ist »NDR das neue werk« wesentlich an der inhaltlichen Gestaltung des Festivals beteiligt. Im Eröffnungskonzert spielt das NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Matthias Pintscher. Ein Schwerpunkt ist dem kanadischen Komponisten Claude Vivier gewidmet, dessen Klangsprache das Bundesjugendballett mit dem Ensemble Resonanz auch im Tanz sichtbar macht. Ebenfalls unter die Interpreten mischen sich das portugiesische Remix Ensemble Casa da Música und sein künstlerischer Leiter Peter Rundel.

Unter den »Local Heroes« finden sich z. B. das Decoder Ensemble und Matthias Kaul; Elektronik-Shows liefern unter anderem Fennesz und Ben Frost. Das Rahmenprogramm wird ausgeweitet – mit Einführungsgesprächen, Künstler-Publikumsbegegnungen, einem »Public Listening« einer exemplarischen Aufnahme der einzigen Oper Claude Viviers und mit vielen weiteren Angeboten.

Dazu gehört auch das Projekt des Instituts für angewandtes Halbwissen, das unter der Leitung von Benjamin van Bebber gemeinsam mit dem Publikum nach den Hör-Höhepunkten des Festivals suchen wird. Auch der Komponisten-Nachwuchs trägt zum Festivalprogramm bei. Vier kontrastreiche Festival-Tage warten auf ein bunt gemischtes Publikum, das bereit ist hinzuhören, mitzureden und sich auf den Klang der Gegenwart einzulassen.