Hansjörg Schellenberger. Foto: Gerhard Winkler

Hansjörg Schellenberger. Foto: Gerhard Winkler

Hansjörg Schellenberger wird 70

Der Oboist und Dirigent Hansjörg Schellenberger ist rund um seinen 70. Geburtstag in der Welt unterwegs, dirigiert verschiedene Orchester und lässt sich auch immer wieder als Solist hören

Mit einem pittoresken Programm, das von Nikolaij Rimskij-Korssakoffs Shéhérazade gekrönt wurde, hat sich Hansjörg Schellenberger am 21. Januar für ein paar Wochen von dem Okayama Philharmonic Orchestra (OPO) verabschiedet, dem er seit nahezu fünf Jahren als Chefdirigent vorsteht und auch zukünftig vorstehen wird: Die erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem japanischen Orchester wurde soeben durch eine zweite Vertragsverlängerung (bis 2022) honoriert.

Am 13. Februar 2018 kann Hansjörg Schellenberger seinen siebzigsten Geburtstag im bayerischen Sachrang feiern, wo er – wenn er denn schon einmal in der Heimat ist – auch gleich noch ein kleines, sportlich-musikalisches Seminar zum Thema »Skifahren & Oboe« abhalten wird, bevor es gleich wieder nach Osten geht: Am 11. März spielt das OPO unter seiner Leitung die achte Sinfonie von Ludwig van Beethoven und die fünfte Sinfonie von Dmitrij Schostakowitsch und am nächsten Tag führt die Reise ins chinesische Tianjin, wo bei einem Konzert mit dem städtischen Symphonieorchester als Hauptwerk die »große« C-dur-Sinfonie von Franz Schubert erklingen wird. Vorangestellt sind diesem »himmlischen langen« Werk die Sinfonie Nr. 13 D-dur und das Oboenkonzert C-dur von Joseph Haydn, das Hansjörg Schellenberger wieder einmal in solistisch-dirigentischer Personalunion aufführt.

Geradezu exotisch wirkt in der Fülle der »auswärtigen« Termine das Konzert, das Hansjörg Schellenberger und die Philharmonie Südwestfalen am 28. April in der Essener Folkwang Universität geben: Der Sinfonie Nr. 57 D-dur von Joseph Haydn schließen sich das zweite Klavierkonzert von Camille Saint-Saëns sowie Ludwig van Beethovens fünfte Sinfonie an.

Der Wiener Stephansdom wird am 3. Mai zum musikalischen Schauplatz einer west-östlichen Begegnung. Hier treffen sich unter Schellenbergers Leitung die Camerata Schulz und der Kantatenchor Okayama zu einem geistlichen Konzert mit Werken von Johann Sebastian Bach und von Wolfgang Amadeus Mozart, der auch im Mai in Palermo eine Hauptrolle spielen wird: In einem ganz klassischen Programm ist das Symphonische Orchester der sizilianischen Hauptstadt unter anderem mit Mozarts Doppelkonzert C-dur zu hören, dessen Harfenpartie Anne-Margit Süß, die Frau des Dirigenten, in ihre Hände nimmt.

Inzwischen erwarten die japanischen Musikfreunde bereits die Rückkehr Schellenbergers, der am 18. und 19. Mai in Nagasaki und Omura mit dem Kammerorchester Omura zunächst das erste Streichsextett B-dur op. 18 von Johannes Brahms (in chorischer Besetzung) aufführt und anschließend vom Pult des ersten Oboisten aus die Bläserserenade d-moll op. 44 von Antonín Dvorák leitet. Die aktuellen Frühjahres-Verpflichtungen gehen in Okayama mit einem russischen Konzert zu Ende: Michail Glinkas Ouvertüre zu Ruslan und Ljudmila bildet das Präludium zum Violinkonzert D-dur op. 35 und der fünften Sinfonie e-moll op. 64 von Peter Tschaikowsky bieten wird. Ein Mozart-Projekt mit jungen Menschen leitet am 8. Juni in Salzburg die pädagogischen Vorhaben und Aufgaben des Sommers ein ...