Auch in Dresden: mit Beethoven gegen Pegida. Foto: Daniel Koch

Auch in Dresden: mit Beethoven gegen Pegida. Foto: Daniel Koch

Herz statt Hetze

Mitarbeiter der Semperoper singen Beethovens Ode "An die Freude" auf dem Theaterplatz – Kundgebung von "Herz statt Hetze" mit Künstlern der Semperoper. Zudem demonstrierten tausende Menschen gegen Pegida, darunter auch Mitglieder sächsischen Landesregierung.

Die Semperoper setzte am heutigen Montag, 21. Dezember, einmal mehr ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und humanistische Werte: Bei der Kundgebung "Theater.Platz.Nehmen«"des Bündnisses "Herz statt Hetze" auf dem Theaterplatz sangen und musizierten – auch im Schulterschluss mit den Theatern in Mainz und Hannover – Mitarbeiter aus allen Abteilungen der Semperoper Dresden und der Sächsischen Staatskapelle Dresden die Ode "An die Freude" von Ludwig van Beethoven aus seiner 9. Sinfonie.

Die Mitwirkenden versammelten sich dazu auf den Stufen vor der Oper sowie im unteren und oberen Rundfoyer. Es dirigierte der Studienleiter Johannes Wulff-Woesten. Im weiteren Programm traten außerdem die Solisten Gala El Hadidi und Levy Sekgapane aus dem Ensemble bzw. Jungen Ensemble der Semperoper in Begleitung des Pianisten Thomas Cadenbach auf und  sangen "I could have danced all night" aus "My Fair Lady", "Bring him home" aus "Les Misérables" sowie das Duett "The Prayer" von einem unbekannten Komponisten. 

An der Veranstaltung auf dem Theaterplatz beteiligten sich neben der Semperoper viele weitere Institutionen wie etwa das Staatsschauspiel Dresden sowie mehrere Bands und andere Kulturschaffende unter anderem mit Musik-, Kunst- und Redebeiträgen. Es moderierte der Schauspieler Thomas Eisen vom Staatsschauspiel Dresden. Vor ein paar Wochen hatten mehr als 100 Mitarbeiter des Theaters in Mainz ebenfalls mit Beethoven gegen Fremdenfeindlichkeit angesungen udn sich damit eine Anzeige der Polizei eingehandelt.