Simon Steen Andersen. Foto: Lars Svankjaer

Simon Steen Andersen. Foto: Lars Svankjaer

Hochdotierter Preis für interdisziplinären Musik-Künstler

Der Mauricio Kagel Musikpreis geht in diesem Jahr an den in Berlin lebenden dänischen Komponisten und Installationskünstler Simon Steen-Andersen. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert.

Die Kunststiftung NRW vergibt den Preis alle zwei Jahre an Musikerinnen und Musiker, die im Sinne des großen deutsch-argentinischen Komponisten Mauricio Kagel interdisziplinär arbeiten, nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen suchen und neue Aspekte der Rezeption von Musik ausloten.

Die Preisverleihung findet im Oktober in der Philharmonie Essen im Rahmen des Festivals NOW! statt. Der diesjährigen Jury gehörten an: Laura Berman, Hein Mulders, Jonathan Stockhammer und Nike Wagner. Sie hat den "Mauricio Kagel Musikpreis der Kunststiftung NRW" 2017 Simon Steen-Andersen mit folgender Begründung zugesprochen: "Simon Steen-Andersen ist als komponierender Künstler ganz der Gegenwart verpflichtet … Seine Neugierde, sein Humor, seine Ehrlichkeit und seine Eigenwilligkeit haben ihn als außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeit rasch international bekannt gemacht … Als kluger Stratege und furchtloser Experimentator entwickelt er stets radikal individuelle, ja eigenwillige künstlerische Positionen, die seinen Rang begründen."

Die Kunststiftung NRW vergibt seit 2011 im Sinne ihres spartenübergreifenden und auf künstlerisch hochwertige Projekte zielenden Förderansatzes den "Mauricio Kagel Musikpreis“. Er soll international ausgewiesene Künstlerinnen und Künstler auszeichnen, die sich in ihrem Schaffen im Sinne von Mauricio Kagel mit dem künstlerischen Experiment, transdisziplinären Konzeptionen und neuen Strategien der Präsentation und Rezeption zeitgenössischer Kunst beschäftigen.

Zugleich erinnert der Preis an einen Künstler, der wie Joseph Beuys, Nam June Paik (Korea) oder Gerhard Rühm (Österreich) in den 1960er und 1970er Jahren von Nordrhein-Westfalen aus neue und zukunftsweisende künstlerische Strategien entwickelt hat, die für die heutigen Kunstszenen erneut besondere Relevanz besitzen. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert, wovon der Preisträger 20.000 Euro in ein künstlerisches Projekt in Nordrhein-Westfalen einbringen soll. Die bisherigen Preisträger sind: Georges Aperghis (2011) Michel van der Aa (2013) Rebecca Saunders (2015).