Till Brönner. Foto: Matthias Piekacz

Till Brönner. Foto: Matthias Piekacz

Hommage an Telemann - auch mit Till Brönner

Mit sieben Veranstaltungen rund um den in Magdeburg geborenen Komponisten Georg Philipp Telemann sieht das Festival „Telemania 2017“ am kommenden Wochenende in Magdeburg seinem Höhepunkt entgegen.

Telemania-Intendant Marco Reiß war im Januar mit dem Anspruch angetreten, Telemann gerade den Magdeburgerinnen und Magdeburgern nahezubringen, die mit dem Komponisten bislang nichts oder nur wenig in Verbindung bringen konnten. Diese Vielfalt der Angebote rund um Telemann spiegelt sich auch am letzten Festivalwochenende wider.

Den vielschichtigen Klangwelten des Telemannischen Alterswerkes  ist  in dem selten zu hörenden Oratorium „Der Tag des Gerichts“ nachzuspüren, das am Freitag, 23. Juni, 19.30 Uhr, in der Pauluskirche mit dem Collegium Vocale Leipzig, dem Kammerchor der Schlosskapelle Saalfeld und der Merseburger Hofmusik zu erleben ist. Die Idee zu diesem Konzert unter der Leitung des Gewandhausorganisten Michael Schönheit hatte übrigens der renommierte Sänger und Telemann-Preisträger Klaus Mertens, der im Konzert die Basspartie übernehmen wird.

Jazzfreunde hingegen können sich auf ein mitreißendes Open-Air-Konzert mit dem wohl erfolgreichsten deutschen Jazztrompeter freuen. Till Brönner, gefeierter Interpret und mehrfacher ECHO-Preisträger reist mit seinem 20-köpfigen Orchester an und spielt am Freitag, 23. 6., 20 Uhr, im Stadtpark nicht nur Jazz, sondern als Hommage an den berühmten Magdeburger Sohnes auch Telemann! Unwettervariante: Stadtpark.

Die Lange Telemann-Nacht entführt am Sonnabend, 24. Juni, ab 18 Uhr, in die Telemann-Zeit. Gaukler zeigen ihre Künste, Kutschfahrten vermitteln das Reisegefühl im 18. Jahrhundert, barocke Spiele laden zum Mitmachen ein, auf mehrere Bühnen erklingt Musik von Telemann und seinen Zeitgenossen, wird Theater gespielt, Puppen Leben eingehaucht. Das sinnliche Fest wird inszeniert von Elke Schneider, die mit dieser rauschenden Barocknacht das Lebensgefühl der Zeit und vor allem die Freude am ausgelassenen Feiern zu Telemanns Zeiten vermitteln will. Vorbild für dieses Fest sind die legendären Open-Air-Spektakel, die unter dem Titel „La Notte“ in die märchenhaften Welten Italiens oder der Romantik entführten. 

Anlässlich des 250. Todestages Telemanns lädt die St.-Andreas-Kirche am Sonntag, 25.6., 10 Uhr, zum Rundfunkgottesdienst ein. Die Biederitzer Kantorei und das Ensemble KONbarock des Konservatoriums musizieren unter der Leitung von KMD Michael Scholl Telemanns Osterkantate „Trauret Ihr Himmel“. Auch der Orgelpunkt am Sonntag, 25.6., 16 Uhr, im Dom mit dem Alternburger Organisten Felix Friedrich steht ganz im Zeichen Telemanns. Ein ausgesprochen selten gespieltes Werk Telemanns ist im Konzert „Holder Friede“ am Todestag Telemanns, am Sonntag, 25.6., 19.30 Uhr, im Dom zu erleben. Reinhard Goebel, Telemann-Botschafter 2017 des internationalen TelemannstädteNetzwerkes, gestaltet mit den Kammerchor Wernigerode und der Bayerischen Kammerphilharmonie einen der Höhepunkte des MDR-Musiksommers. Zu den Solisten des Abends gehört auch der Tenor Jan Kobow, der zuletzt als Juror des Internationalen Telemann-Wettbewerbs für Gesang in Magdeburg wirkte.

Am Montag, 26.6., 19 Uhr, beschließt „Telemann und Luther“, das Konzert zum Reformationsjubiläum, den Veranstaltungsreigen der „Telemania“. Das Sächsische Barockorchester unter der Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz und das Bach-Consort Leipzig lässt in der Johanniskirche Kantaten Telemanns erklingen, die auf Liedern und Chorälen Martin Luthers beruhen.

www.telemann2017.eu