Houston Symphony. Foto: Anthony Rathbun

Houston Symphony. Foto: Anthony Rathbun

Houston Symphony in Europa

Das Houston Symphony Orchestra besucht auf seiner Europatour unter Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada vom 9. bis 19. März 2018 acht renommierte Konzertsäle und Musikfestivals. Die Geigerin Hilary Hahn ist Solistin aller Konzerte.

Die Tournee des Houston Symphony Orchestra nach Belgien, Deutschland, Polen und Österreich ist die erste große Europatour des Orchesters in rund 20 Jahren und zugleich die erste internationale Tour von Andrés Orozco-Estrada mit seinem amerikanischen Orchester.

Im Oktober wurde es mit dem ECHO KLASSIK 2017 in der Kategorie Beste Opernaufnahme (Oper des 20./21. Jahrhunderts) für die Aufnahme von Alban Bergs „Wozzeck" unter der Leitung des ehemaligen Musikdirektors Hans Graf ausgezeichnet. Außerdem erhielt das Orchester für die gleiche Aufnahme vor wenigen Wochen seine erste Grammy-Nominierung.

Kurz vor Beginn der Tour wird es das neue Album „Music of the Americas" mit Werken von Gershwin, Piazzolla und Bernstein veröffentlichen. Im Zentrum des Tour-Programms steht Schostakowitschs 5. Sinfonie und Dvořáks 7. Sinfonie, die auch auf Orozco-Estradas erster Aufnahme mit dem Houston Symphony Orchestra zu hören ist. Außerdem wird Leonard Bernstein gewürdigt, dessen 100. Geburtstag im August 2018 gefeiert wird: Hilary Hahn ist Solistin seiner Serenade für Violine, Streichorchester, Harfe und Schlagzeug, weiterhin werden die Ouvertüre der „West Side Story" und drei Tanzsätze aus „On the Town" aufgeführt. Dvořáks sinfonische Dichtung „Die Mittagshexe" rundet das Programm ab. 

Die Tour beginnt beim Klarafestival in Brüssel (9.3.), gefolgt von Konzerten in der Philharmonie Essen (11.3.) und im Konzerthaus Berlin (12.3.). Weitere Auftritte führen an die Filharmonia Narodowa in Warschau (14.3.), ins Wiener Konzerthaus (15.3.), in die Elbphilharmonie Hamburg (17.3.) und ins Kongresszentrum Hannover (18.3.), ehe die Tour in der Philharmonie im Gasteig München am 19.3. endet.

Als Kulturbotschafter der Stadt Houston und der Region Texas ist das Houston Symphony Orchestra regelmäßig unterwegs – sei es auf regionalen Touren durch die Bundesstaaten der USA oder internationalen Touren nach Singapur, Moskau oder Japan. Die letzte große Europatour unternahm der damalige Chefdirigent Christoph Eschenbach im Jahr 2000 mit Auftritten in Deutschland und der Schweiz.  Der Kolumbianer Andrés Orozco-Estrada übernahm 2014 neben seinem Posten als Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt auch die künstlerische Leitung des Houston Symphony Orchestra und festigte dessen Ruf als eines der Toporchester in den USA. Gemeinsam haben sie beim niederländischen Label PENTATONE bereits drei Alben mit Sinfonien und Slawischen Tänzen von Dvořák veröffentlicht. Für Februar ist das neue Album mit Gershwins „An American in Paris", Revueltas' „Sensemayá", Piazzollas „Tangazo" und den sinfonischen Tänze aus Bernsteins „West Side Story" geplant.

„Für mich ist es etwas ganz Besonderes, das Houston Symphony Orchestra in einige der bedeutendsten Konzertsäle der Welt zu bringen und dort Werke aufzuführen, die für das Repertoire der klassischen Musik von essentieller Bedeutung sind, wie Dvořáks Sinfonie Nr. 7, die wir vor kurzem aufgenommen und einem internationalen Publikum vorgestellt haben", sagt Orozco-Estrada. „Auf Tour zu gehen ist eine wichtige Komponente unserer künstlerischen Entwicklung, die uns dabei hilft, mit dem Publikum in anderen Teilen der Welt in Verbindung zu treten und unsere Stadt gut zu repräsentieren." 

Das Houston Symphony Orchestra wurde 1913 gegründet und spielt seit mehr als 100 Jahren eine zentrale Rolle in Houstons kulturellem und bürgerlichen Leben. Das Orchester wuchs unter der Leitung von Leopold Stokowski (1955–61), Christoph Eschenbach (1988–99), Hans Graf (2001–13) und nun Andrés Orozco-Estrada.