RIAS Kammerchor. Foto: Matthias Heyde

RIAS Kammerchor. Foto: Matthias Heyde

Hyperromantik in Berlin

Es gibt nur eine Aufnahme des Werks, live ist es fast nie zu hören. Jetzt hat Peter Ruzicka die fünfte Symphonie von George Ensecu mit dem RIAS-Kammerchor und dem Deutschen Symphonieorchester Berlin einstudiert.

Seit vielen Jahren befasst sich der in Düsseldorf geborene Dirigent Peter Ruzicka intensiv mit der Musik von George Enescu. Im Mittwochkonzert am 13. April 2016 um 20 Uhr in der Philharmonie Berlin stellt er zusammen mit dem Tenor Marius Vlad, den Damen des RIAS Kammerchors und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin eine Partitur vor, die in den Werkverzeichnissen lediglich als Torso geführt wird.

Es handelt sich um die im Sommer 1941 skizzierte fünfte Sinfonie in D-Dur für Tenor, Frauenchor und Orchester - ein hyperromantisches, orchestral süffiges Werk. Neben dieser faszinierenden Musik – eines zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Außenseiters – stehen Ruzickas Komposition ›R.W.‹ – Übermalung für Orchester sowie das vierte Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven mit dem Pianisten Herbert Schuch auf dem Programm.

Mit dem NDR-Chor, der Radio-Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern und dem Tenor Marius Vlad hat Ruzicka das Werk bereits bei cpo auf CD aufgenommen. Das FONO FORUM lobte die Aufnahme (September 2014, nachzulesen im Archiv dieser Internetseite).