Im Herbst neuer Streamingdienst

Vielleicht ist es für Klassik-Freunde, die sich bei öffentlich rechtlichen Sendern besser aufgehoben fühlen, keine gute Nachricht: Klassik Radio legt gute Zahlen vor. Das wird noch mehr Druck auf die Quoten bei WDR & Co. bringen.

Die Klassik Radio AG führt nach eigenen Angaben den Wachstumskurs des Rekordjahres 2016 auch im ersten Halbjahr 2017 fort. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigerte die Klassik Radio AG den Umsatz im ersten Halbjahr erneut um über 10 Prozent auf 5,14 Mio. Euro (1. Halbjahr 2016: 4,66 Mio. Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von Klassik Radio verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als eine Viertelmillion Euro von minus 79.000 auf 201.000 Euro.
 
Das Gesamtperiodenergebnis stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 deutlich von minus 309.000 auf 48.000 Euro. Das Ergebnis pro Aktie (EPS) betrug zum Halbjahr +0,001 Euro und zeigt die substanzielle Verbesserung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit -0,064 Euro. Das Ergebnis untermauere die Strategie von Klassik Radio, heißt es dazu aus der Augsburger Zentrale.

Mit einem klaren Senderprofil gewinne das Unternehmen immer mehr Hörer. So stabilisiert Klassik Radio in der im Juli 2017 veröffentlichten deutschlandweiten Media Analyse „ma 2017 Radio II" weiterhin seinen Reichweitenausbau und gewinnt in Regionen wie beispielsweise Bayern sogar +54 % Hörer (DST).
Mit einer innovativen Digitalisierungsstrategie wird das Unternehmen zusätzliches Wachstumspotenzial erschließen. Geplant ist unter anderem der für den Herbst angekündigte neue Streamingdienst "Klassik Radio Select" mit über 100 kuratierten Kanälen.