Die Jury des Internationalen Immling-Gesangswettbewerbs in Peking. Foto: Festspiele Immling

Die Jury des Internationalen Immling-Gesangswettbewerbs in Peking. Foto: Festspiele Immling

Immling in China

Das Festival Immling findet nicht nur im heimischen Chiemgau statt, es expandiert mittels eines Gesangswettbewerbs nunmehr zum dritten Mal auch nach Peking.

Immling ist ein Festspielort inmitten des Chiemgaus. Immling ist aber auch ein Exportprodukt nach China. „Es ist erstaunlich, wie wissensdurstig Chinesen auf die europäische Kultur sind und mit welcher Qualität sie diese umsetzen“, erzählt Festspiel-Intendant Ludwig Baumann beeindruckt von den jüngsten Erlebnissen beim „Internationalen Immling Gesangswettbewerb in Peking“.

Dieser wurde vor kurzem in der chinesischen Metropole im nunmehr dritten Jahr mit stetig wachsendem Interesse - es gab über 120 Bewerber - exklusiv für die Festspiele Immling veranstaltet. Neben Ludwig Baumann und Cornelia von Kerssenbrock, der Musikalischen Leiterin auf Immling, sitzen auch asiatische Künstler in der Jury. Alle Jurymitglieder eint der Grundgedanke des Gesangwettbewerbs: Die Förderung junger Talente - wie im Falle von Chuanliang Wang, der im Rahmen der Jubiläumssaison „20 Jahre Immling“ im vergangenen Sommer erfolgreich den Tamino in der „Zauberflöte“ sang.

Die Jubiläums-Inszenierung von Mozarts Meisterwerk feierte nun in einer Neufassung auch an der Musikschule Singhai / Guangzhou große Erfolge, mit dem Schwestern-Team Cornelia von Kerssenbrock (Musikalische Leitung) und Verena von Kerssenbrock (Inszenierung). Neben Chuanliang Wang, der erneut in die Rolle des Tamino schlüpfte, wirkten weitere talentierte chinesische Nachwuchssängerinnen und -sänger mit.

Sowohl die Universität Peking als auch die Musikhochschule Singhai wollen mit den Festspielen Immling in Zukunft zusammenarbeiten. „Musik zeigt, dass Grenzen nicht von Bedeutung sein sollten. Die Sprache der Musik ist für jeden Menschen egal welcher Couleur verständlich“, so Cornelia von Kerssenbrock.

Diese Weltoffenheit spiegelt sich auch in den 21. Festspielen Immling wider, die unter dem Motto „Make Opera Not War“ im kommenden Sommer wieder Künstler aus über 30 Nationen im Chiemgau vereint.