Langnau Jazz Nights mit Roy Hargrove. Foto: Graf

Langnau Jazz Nights mit Roy Hargrove. Foto: Graf

Etablierte Stars und junge Garde

Eine nach Einschätzung der Veranstalter erfolgreiche Ausgabe der Langnau Jazz Nights ist zu Ende. Zum 27. Mal wurde das Emmentaler Dorf während einer Woche zur Jazzmetropole und lockte mit einem abwechslungsreichen Programm zahlreiche Besucher an.

 

 

Das Festival wartete in diesem Jahr mit einigen jungen Shootingstars der amerikanischen Jazzszene auf. Dazu gehören Mark Guiliana und Donny McCaslin, die seit ihrem Mitwirken auf David Bowies letztem musikalischen Vermächtnis verstärkt in den Medien präsent waren, mit ihren ganz persönlichen Projekten.

Auch Ambrose Akinmusire und John Escreet sowie die Altmeister Buster Williams und Stanley Clarke trugen zum vielfältigen Programm bei und wussten mit ihrer Musik Stammpublikum und erstmalige Besucher gleichermassen zu überzeugen. Bereits zum dritten Mal zu Gast in Langnau war der Trompeter Roy Hargrove. Sein Quintett und die Sängerin Roberta Gambarini sorgten bereits im Vorfeld für ausverkaufte Ränge.

Auch die junge Garde war gut vertreten. Die aus Brooklyn stammende Truppe Huntertones ist hierzulande noch weniger bekannt, überzeugte aber das Publikum mit einer energiegeladenen musikalischen Show. Die 20-köpfige Bigband um den Leader Benjamin Knecht überraschte mit einem kraftvollen und abwechslungsreichen Konzert und herausragenden Solisten aus der jungen Schweizer Jazzszene. Zu den elf Konzerten fanden letzte Woche rund 1700 Besucher den Weg in die Kupferschmiede.

Das Konzert in der reformierten Kirche bietet jeweils eine Gelegenheit Musik in einem speziellen Rahmen zu geniessen. In diesem Jahr verwöhnten die Sängerin und Dozentin Joanna Pascale und drei ihrer Kolleginnen und Kollegen die Zuhörer mit wunderbaren Klängen.

Die Langnau Jazz Nights wollen weit mehr als ein Jazzfestival sein und bieten verschiedene Kurse und Workshops an. Rund 80 Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland konnten unter Anleitung der renommierten Dozierenden um den Leiter Greg Osby experimentieren und Neues lernen. Knapp ein Drittel davon sind Jugendliche, welche jeweils am Ende der Woche das Gelernte beim Abschlusskonzert des Junior Jazz Workshop Orchestras auf der Bühne der Kupferschmiede zeigen.

Auf dem Viehmarktplatz in der Mitte des Dorfes waren neben den Workshopkonzerten der Kursteilnehmenden anlässlich des Junior Jazz Meetings wiederum fünf vielversprechende Nachwuchsbands mit Musikern aus Deutschland, Holland und der Schweiz zu hören.

www.jazz-nights.ch