Das Brahms Festival 2018 der Musikhochschule Lübeck wird vom Hochschulorchester eröffnet. Foto: Olaf  Malzahn

Das Brahms Festival 2018 der Musikhochschule Lübeck wird vom Hochschulorchester eröffnet. Foto: Olaf Malzahn

In der Hochschule dem Fremden begegnen

Das Brahms-Festival der Musikhochschule Lübeck steht unter der Überschrift "Fremde" und will damit die Allgemeinmenschlichkeit der Fremdheitserfahrung in den Fokus rücken.

Unter dem Motto „Fremde" steht das Brahms-Festival 2018, das die Musikhochschule Lübeck vom 4. bis zum 13. Mai veranstaltet. Über 150 Studierende, Dozierende und Gäste, darunter auch Echo-Preisträgerin Konstanze Eickhorst, widmen sich in der Festival-Woche den vielfältigen Aspekten der Fremdheit, die als gemeinsame menschliche Erfahrung existentiell ist.

In 29 Veranstaltungen präsentieren die Interpreten fremde Klänge, exotische musikalische Welten und neue ästhetische Standpunkte und setzen sie in mannigfache Beziehung zum Namensgeber des Festivals Johannes Brahms. Wie sich das „Fremde" aneignen lässt, sollen die Konzertserien „Standpunkte" und „Begegnungen" beleuchten, zu denen unter anderem ein von Studierenden konzipiertes Projekt mit syrischen Musikern gehört.

Das Hochschul-Sinfonieorchester eröffnet das Festival am Samstag, 5. Mai unter Leitung des Gastdirigenten Lothar Zagrosek mit Werken von Hindemith, Dvořák und Debussy sowie einer eigens für das Festival komponierten Uraufführung. Ihre Reihe „Lunchtime-Concert" mit allen späten Beethoven-Streichquartetten, widmet die Hochschule in diesem Jahr dem Kammermusiker Professor Walter Levin, der die Kammermusikarbeit in Lübeck geprägt hat und im August 2017 gestorben ist. Ein Podiumsgespräch zum Festivalmotto, moderierte Konzertreihen, Nachtkonzerte, Education-Konzerte mit musikpädagogischen Angeboten und Workshops zum Mitmachen gehören ebenfalls zum Festival, dessen Formate so vielfältig sind wie das diesjährige Motto.