Reinhard Keisers „Die römische Unruhe, oder die edelmütige Octavia" in Innsbruck. Foto: Rupert Larl

Reinhard Keisers „Die römische Unruhe, oder die edelmütige Octavia" in Innsbruck. Foto: Rupert Larl

Innsbrucker Entdeckung überzeugt Fachjury

Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik sind zum dritten Mal in Folge bei den renommierten „International Opera Awards" nominiert: Reinhard Keisers „Die römische Unruhe, oder die edelmütige Octavia" ist unter den Finalisten.

Die Jury der International Opera Awards unter dem Vorsitz von John Allison, Chefredakteur beim Opera Magazin und Musikkritiker beim Daily Telegraph, hat die Liste der Finalisten der diesjährigen Awards bekannt gegeben. „Dieses Jahr gilt es mit unserer bislang größten und internationalsten Jury eine Rekordanzahl an Nominierungen zu berücksichtigen und ich freue mich sagen zu können, dass unsere hochinteressante Shortlist – sechs Kontinente und etwa 30 Länder abdeckend – das wahre kosmopolitische Wesen dieser Kunstform widerspiegelt", so Allison in einer Aussendung.

Zum dritten Mal spielt dabei Innsbruck eine wichtige Rolle: Die Festwochen-Oper „Octavia" schaffte es unter die sechs Finalisten in der Kategorie „Wiederentdeckung eines Werks". Die „Barockoper:Jung"-Produktion feierte im August 2017 - unter der musikalischen Leitung von Jörg Halubek in der Inszenierung von François De Carpentries - Premiere bei den Festwochen. Kritiker und Publikum feierten bei dem Arien-Feuerwerk vor allem die Leistung der jungen Sängerinnen und Sänger aus dem Festival-eigenen Cesti-Wettbewerb, angeführt von Morgan Pearse als Nero und Suzanne Jerosme als Octavia.

„Die Nominierung unterstreicht einmal mehr den unermüdlichen Entdeckergeist und die Pionierarbeit der Innsbrucker Festwochen", freut sich Intendant Alessandro De Marchi. Nach Porporas „Il Germanico" 2015 und Cestis „Le nozze in sogno" 2016 sind die Festwochen mit der „Octavia" bereits zum dritten Mal in Folge bei den Opera Awards nominiert. Auch im kommenden Sommer darf sich das Publikum auf eine Rarität freuen: am 10., 12. und 14. August dirigiert Alessandro De Marchi „Didone abbandonata" von Saverio Mercadante, inszeniert wird die Oper von Star-Regisseur Jürgen Flimm. Die Preisverleihung der International Opera Awards 2018 findet am Montag, 9. April im London Coliseum statt.