Die Trophäe des Internationalen Deutschen Pianistenpreises. Foto: Alte Oper

Die Trophäe des Internationalen Deutschen Pianistenpreises. Foto: Alte Oper

Internationaler Deutscher Pianistenpreis

In Frankfurt trifft sich Anfang April eine erlesene Auswahl junger Pianisten, um sich miteinander zu messen und um sich das Preisgeld von 20.000 Euro zu erspielen.

Vom 03. bis 05. April wird der Internationale Deutsche Pianistenpreis ausgetragen - zum siebten Mal. Aus rund hundert nationalen und internationalen Bewerbungen beim International Piano Forum, wird die Nominierungsjury unter notarieller Aufsicht, sechs Pianisten am 06. Februar nominieren. Diese werden am 04. April in den Semifinalen Teil I und Teil II vor der elfköpfigen Jury im Clara Schumann Saal von Dr. Hoch’s Konservatorium auftreten. Aus diesen sechs Auserwählten werden zwei für das Finale und Grand Finale nominiert, die am 05. April vormittags von 10.00 Uhr – 11.45 Uhr im Rezital und abends um 19.00 Uhr mit einem dieser zur Auswahl stehenden Klavierkonzerte auftreten werden: Beethoven Klavierkonzert Nr. 5, Brahms Klavierkonzert Nr. 2  oder Rachmaninow Klavierkonzert Nr. 3. Alle Konzerte sind der Öffentlichkeit zugänglich. Am 05. April kann das Publikum seinen Preisträger per Web-App wählen. Die Eintrittskarten sind bei Frankfurt Ticket RheinMain erhältlich und gelten für alle Konzerte.

Auch junge hochbegabte Komponisten werden vom International Piano Forum gefördert: Für den 7. Internationalen Deutschen Pianistenpreis hat der junge deutsche Pianist und Komponist Alexander Maria Wagner in Kooperation mit dem International Piano Forum zwei Zugabenwerke, „Rhapsotüde“ und „Prélude explosif“, eigens komponiert, die von den zwei Finalisten in dem Grand Finale in der Alten Oper Frankfurt uraufgeführt werden. Das gesamte Konzert wird von hr2-Kultur übertragen und in Klassik-TV live gestreamt.

Überreicht wird die Wandertrophäe von dem Konzertpianisten und noch amtierenden Preisträger des Internationalen Deutschen Pianistenpreises, Yekwon Sunwoo, der auch Mitglied der Laureat-Jury des diesjährigen 7. Internationalen Deutschen Pianistenpreises sein wird. Yekwon Sunwoo hat den Internationalen Deutschen Pianistenpreis mit 26 Jahren gewonnen und krönte damit seine Karriere, die als Kindertraum begann. Denn schon mit zehn Jahren hatte der Südkoreaner eine klare Vorstellung von seiner Zukunft: Er wollte eines Tages ein erfolgreicher Konzertpianist sein. Mit 15 Jahren brach er nach Amerika auf und widmete sich nur noch seiner pianistischen Ausbildung. Bald folgten seine Master-Abschlüsse in Philadelphia, an der Juilliard School in New York und anschließend an der berühmten Mannes School of Music.

Pianisten und Pädagogen wie Seymour Lipkin, Robert McDonald, Bernd Goetzke und Richard Goode beeinflussten, neben seiner eigenen künstlerischen Vision, seinen Werdegang. Gewinner zahlreicher wichtiger internationaler Wettbewerbe, wie den „Vendome Prize 2014“ des renommierten Verbier Festivals, den 1. Preis beim Internationalen Sendai Wettbewerb und den 1. Preis beim Piano Campus International Concours in Frankreich, inklusive des Publikumspreises, den 1. Preis beim William Kapell International Piano Wettbewerb inklusive einiger Publikums- und Kammermusikpreise, Laureat bei dem Queen Elizabeth Competition, legt der 26-jährige, sympathische und lebensfrohe Koreaner seinen Focus auf den Internationalen Deutschen Pianistenpreis, der ihn 2015 auszeichnete.

Der noch amtierende Preisträger wünscht allen Nominierten des 7. Internationalen Deutschen Pianistenpreises viel Glück und freut sich die Wandertrophäe, die ihn auch nach Korea und New York begleitete, und ihm zuvor vom Preisträger Dmitri Levkovich überreicht wurde, seinem Nachfolger am 05. April im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt zu übergeben.