Ivan der Schreckliche in einem Holzschnitt aus dem 17. Jahrhundert. Bild: Wikipedia / Courtesy of the University of Texas Libraries, The University of Texas at Austin

Ivan der Schreckliche in einem Holzschnitt aus dem 17. Jahrhundert. Bild: Wikipedia / Courtesy of the University of Texas Libraries, The University of Texas at Austin

Iwan der Schreckliche live und schwarz-weiß

Filmisch-konzertantes Großereignis: In Berlin gibt es Sergei Eisensteins "Iwan der Schreckliche" mit der live gespielten Musik von Sergei Prokofieff. Der Fernsehsender Arte zeichnet auf.

Im Rahmen des Musikfests Berlin führen das Rundfunk-Sinfonieorchester und der Rundfunkchor Berlin am 16. September um 18.30 Uhr im Konzerthaus am Gendarmenmarkt erstmals Sergei Prokofjews rekonstruierte Originalmusik zu den beiden vollständigen Teilen von Sergei Eisensteins Filmepos „Iwan Grosny” (deutsch etwa: Iwan der Schreckliche) auf. 

Das Konzert kommt einer Weltpremiere gleich, da es die gängige und auch im Falle des „Iwan“ angewendete Praxis rückgängig macht, die ursprünglich komponierte Musik beim Anlegen an den Film zu verändern. Frank Strobel, der renommierte Filmmusikexperte und Dirigent des Abends, hat Prokofjews Komposition anhand von historischen Quellen in ihre ursprüngliche Form gebracht. 

Die opernhaft-monumentale Musik Prokofjews, zu deren Ausgestaltung im RSB-Konzert auch die Solisten Marina Prudenskaya und Alexander Vinogradov beitragen, ergänzt die Sprachspur der beiden Filmteile aus den 1940er-Jahren. Ein Konzert mit Seltenheitswert, heißt es daher in der Vorankündigung. Und dennoch eines für die Ewigkeit: denn ARTE zeichnet auf und überträgt das Filmkonzert mit eingeblendeten Eindrücken aus dem Konzertsaal am 7. November 2016 ab 23.10 Uhr.