Jan Lisiecki. Foto: Holger Hage/DG

Jan Lisiecki. Foto: Holger Hage/DG

Jan Lisiecki mit Beethoven in Berlin

Ein Beethovenzyklus gilt unter Pianisten als besondere Bewährungsprobe – eine Herausforderung, der sich im Dezember im Berliner Konzerthaus nun nicht wie geplant Murray Perahia stellen wird, sondern sein junger Kollege Jan Lisiecki.

Perahias Segen hat der aufstrebende und preisgekrönte Musiker bereits: „Ich wünsche der Academy of St Martin in the Fields erfolgreiche Konzerte mit Jan Lisiecki, der ein bemerkenswerter junger Pianist ist und mit Sicherheit eine wundervolle Beethoven-Interpretation zu Gehör bringen wird", so der aus Krankheitsgründen unpässliche Perahia.  

Jan Lisiecki blickt mit Respekt und Vorfreude auf den Zyklus: „Wenn man sich Beethoven-Konzerte wie Romane vorstellt, so eröffnet jedes einzelne eine tiefgreifende spirituelle Reise. Im Ganzen aufgeführt wirft diese richtungsweisende Werksammlung ein völlig neues Licht auf das Ausmaß von Beethovens Genialität. Ich freue mich sehr darauf, die Konzerte mit der Academy zu präsentieren, deren Musiker ein profundes Wissen über diese Partituren sowie jahrzehntelange Erfahrung im ‚Lesen' dieser Sammlung mitbringen".

Auch kurzfristige Herausforderungen sind nichts Neues für den Pianisten, der bereits 2013, mit nur 18 Jahren, für Martha Argerich einsprang. Wie passend, brachte doch Argerich selbst ihre Karriere als Einspringerin so richtig in Fahrt.  

Dank seiner einfühlsamen Interpretationen und brillanten Technik gehört der kanadisch-polnische Jan Lisiecki zu den gefragtesten jungen Pianisten unserer Zeit. Nicht umsonst nannte ihn die New York Times „einen Pianisten, der jeder Note Bedeutung verleiht". Trotz seines jungen Alters kann der 23-Jährige zahlreiche hochkarätige Auszeichnungen vorweisen, unter ihnen der ECHO Klassik sowie der JUNO Award, die wichtigste Ehrung der kanadischen Musikindustrie. Lisiecki, der Exklusivkünstler bei der Deutschen Grammophon ist, tritt mit den weltweit renommiertesten Orchestern auf internationalen Bühnen auf und hat bereits eng mit berühmten Dirigenten wie Sir Antonio Pappano, Yannick Nézet-Séguin, Daniel Harding, und Claudio Abbado zusammengearbeitet. Zu den Höhepunkten der letzten Zeit zählen Rezitaltourneen durch Europa und Asien sowie Abonnementkonzerte mit dem Boston Symphony Orchestra, Pittsburgh Symphony Orchestra, den Wiener Symphonikern und der Sächsischen Staatskapelle Dresden.  

2. Dezember 2018: Ludwig van Beethoven, Ouvertüre zum Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus" C-Dur, Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur,  Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll.

4. Dezember 2018: Ludwig van Beethoven, Ouvertüre zu Collins Trauerspiel „Coriolan" c-Moll, Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur, Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur.

6. Dezember 2018: Ludwig van Beethoven, Romanze für Violine und Orchester G-Dur, Sinfonie Nr. 2 D-Dur, Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur.