Sir Jeffrey Tate ist tot. Foto: Hamburger Symphoniker/Konrad Schmidt

Sir Jeffrey Tate ist tot. Foto: Hamburger Symphoniker/Konrad Schmidt

Jeffrey Tate ist tot

Viele CDs vor allem für EMI (heute Warner) dokumentieren das Schaffen des Dirigenten Sir Jeffrey Tate, der im Alter von 74 Jahren verstorben ist.

Einen sehr persönlich timbrierten Nachruf auf ihren Musikchef Sir Jeffrey Tate haben die Hamburger Symphoniker auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Dort heißt es: "Die einzigartige Stimme Jeffrey Tates ist verstummt und wird doch in den Herzen, in den Gedanken und in der Erinnerung zahlloser Bewunderer und Freunde in der ganzen Welt ewig weiter klingen. Die Symphoniker Hamburg sind vom völlig überraschenden Ableben ihres geliebten und verehrten Chefdirigenten zutiefst erschüttert. Seine Musik hat die Welt zu einer besseren gemacht, und wir sind für die Stunden, Tage und Jahre, die wir mit Sir Jeffrey verbringen durften, unendlich und unsagbar dankbar. Sir Jeffrey hat unser Orchester wie kein anderer geformt. Unsere Gedanken sind bei seinem Mann Klaus Kuhlemann und bei der Familie. Möge seine Seele eingebunden sein in das Bündel des ewigen Lebens."

Das diskographische Erbe des in Salisbury geborenen Tate, der zunächst Medizin studierte und als Augenarzt arbeitete, ist groß. Es umfasst z. B. sämtliche Mozart-Sinfonien mit dem English Chamber Orchestra, Mozart-Klavierkonzerte mit Mitsuko Uchida, wichtige Opernaufnahmen wie Hoffmanns Erzählungen mit Francisco Araiza und Hänsel und Gretel und viele weitere Platten, darunter die Chants d'Auvergne mit Kiri te Kanawa.