Jüdisches Museum Berlin, Glashof. Foto: Jens Ziehe

Jüdisches Museum Berlin, Glashof. Foto: Jens Ziehe

Jerusalem International Chamber Music Festival

»intonations - das Jerusalem International Chamber Music Festival« findet zum achten Mal im Jüdischen Museum Berlin statt. Vom 6. bis 11. April 2019 versammelt die Festivalleiterin Elena Bashkirova wieder Musiker aus aller Welt im Glashof des Libeskind-Baus.

Mitglieder aus internationalen Spitzenorchestern, junge Talente und renommierte Solisten, darunter der Pianist Martin Helmchen, der Hornist Ben Goldscheider und die Sopranistin Anna Samuil, sind bei den sechs Konzerten zu Gast. »Gerade die Kombination aus erfahrenen Künstlerpersönlichkeiten und jungen aufstrebenden Talenten ist jedes Jahr aufs Neue ein großes Abenteuer. Und wenn wir es schaffen, dass der Funke auf unser Publikum überspringt, bin ich glücklich«, sagt Elena Bashkirova in Vorfreude auf das achte Kammermusikfestival.  

Im Mittelpunkt des diesjährigen Festivals steht die Musik der Wiener Klassik aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Neben Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms und Franz Schubert werden auch Kompositionen von Gustav Mahler, Arnold Schönberg, Hanns Eisler und Erich Wolfgang Korngold zu hören sein. Elena Bashkirova und Roman Trekel eröffnen das Festival mit »Auf dem Strom« von Franz Schubert. Auch am zweiten Festivaltag sind die beiden mit dem »Liederkreis« von Robert Schumann zu erleben. Am selben Tag ist mit dem Klavierquartett op. 60 von Johannes Brahms ein Komponist zu hören, der mit seiner Kammermusik neue Maßstäbe in Ausdruck, Konstruktion und Klang setzte. Während des Festivals stehen auch Bearbeitungen von Musikstücken auf dem Programm, die entweder in eine neue Klanggestalt überführt oder gar weitergedacht und -komponiert wurden, wie etwa Arnold Schönbergs Arrangement des Strauß’schen »Kaiserwalzers«.

Und wie in jedem Jahr wartet das Festival auch 2019 wieder mit Raritäten auf – so erklingen Musikstücke des finnisch-schwedischen Komponisten Bernhard Crusell und von Vladimir Tarnopolski, der zu den bedeutendsten russischen Komponisten der Gegenwart zählt. Das Streichoktett von Felix Mendelssohn Bartholdy bildet wie jedes Jahr den krönenden Abschluss des Festivals, diesmal mit Michael Barenboim als Primarius.  

Das 1998 von Elena Bashkirova gegründete Kammermusikfestival »Jerusalem International Chamber Music Festival« gehört zu den bedeutendsten kulturellen Ereignissen Jerusalems. Das Festival mit internationaler Spitzenbesetzung ermöglicht kulturelle und musikalische Begegnungen in einer Stadt, in der Alltag, Religion und Politik unauflöslich miteinander verflochten sind. Seit 2012 ist die Konzertreihe als »intonations - das Jerusalem International Chamber Music Festival« auch im Jüdischen Museum Berlin zu Gast. Während des sechstägigen Festivals erhalten die Konzertbesucher gegen Vorlage ihres »intonations«-Tickets an der Museumskasse 25 Prozent Ermäßigung auf den Eintrittspreis in die Ausstellung »Welcome to Jerusalem«. So bekommen sie Einblicke in die Stadt, in der Elena Bashkirova ihr »Jerusalem International Chamber Music Festival« gründete. 2020 wird »intonations« vom 25. bis zum 30. April erneut im Glashof des Museums stattfinden. Das Festival wird realisiert mit Unterstützung von Evonik Industries.