Daniil Trifonov im Foto anlässlich der Ankündigung eines Autritts im vergangenen Jahr beim Verbier-Festival. Foto: Jean-Baptiste Millot

Daniil Trifonov im Foto anlässlich der Ankündigung eines Autritts im vergangenen Jahr beim Verbier-Festival. Foto: Jean-Baptiste Millot

Jetzt auch statistisch belegt: Trifonov ist spitze

Obwohl erst 26 Jahre jung, gilt Daniil Trifonov bereits als einer der größten Pianisten unserer Zeit. Was auch immer das russische Genie anfasst - Liszt, Tschaikowski, Rachmaninow - gelingt ihm. Jetzt spielt er sich mit Frédéric Chopin an die Spitze der Klassikcharts.

Chopins musikalische Bandbreite und dessen nachhaltigen Einfluss auf viele Komponisten belegt Trifonov in seiner Hommage „Chopin Evocations“. Das FONO FORUM hat in der Ausgabe 11/2017 dazu ein Interview mit dem Musiker geführt, der die beiden Klavierkonzerte Chopins in der Orchesterfassung von Michail Pletnev eingespielt hat. Das gemeinsam mit dem Mahler Chamber Orchestra entstandene Album debütiert aus dem Stand an der Spitze der Offiziellen Deutschen Klassik-Charts.

Die Hälfte der aktuellen Hitliste besteht allerdings aus Opernsängern wie Jonas Kaufmann („L'Opéra“) und Philippe Jaroussky („The Händel Album“). Die beiden schnappen sich Silber und Bronze. Kaufmann ist zusätzlich noch mit „Dolce Vita“ (fünf) und „Nessun dorma - The Puccini Album“ (19) platziert. Auch Rolando Villazón und Ildar Abdrazakov mischen mit und befördern ihre „Duets“ von Rang zehn auf vier. Dieses Album war Anlass für das FONO FORUM, die Zusammenarbeit der beiden Sänger in der Ausgabe 10/2017 vorzustellen.

Dass Hollywood-Stars neben der Schauspielerei auch im Musikmarkt Fuß fassen, kommt häufiger vor, man denke z.B. an John Travolta, Juliette Lewis oder Kevin Costner. Doch wenn der legendäre Bill Murray die Stimme erhebt und dabei vom deutschen Cellisten Jan Vogler begleitet wird, ist das schon etwas ganz Besonderes. Die beiden brechen an 18. Stelle zu „New Worlds“ auf. Die Offiziellen Deutschen Klassik-Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Basis der monatlichen Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern.