Andreas Schager und Anja Kampe im Parsifal an der Staatsoper Unter den Linden. Foto: Ruth Walz

Andreas Schager und Anja Kampe im Parsifal an der Staatsoper Unter den Linden. Foto: Ruth Walz

Jetzt schon an den Frühling denken

Die 23. Festtage der Staatsoper Unter den Linden finden unter der Leitung von Daniel Barenboim vom 24. März bis 2. April 2018 in der frisch sanierten Staatsoper sowie in der Philharmonie Berlin statt.

Auf dem Programm der Festtage im Fühling 2018 stehen fünf Opernvorstellungen, zwei Sinfoniekonzerte sowie ein Duo-Recital – alle dirigiert von Daniel Barenboim oder mit ihm als Solist am Klavier. Neben der Staatskapelle Berlin spielen die Wiener Philharmoniker; die Solisten des Konzertprogramms sind die Pianistin Martha Argerich, die Sängerinnen Anna Prohaska, Marianne Crebassa und Anna Lapkovskaja sowie die Schauspielerin Maria Furtwängler.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1996 haben sich die Festtage zu einem Anziehungspunkt für zahlreiche Opern- und Musikfreunde aus aller Welt entwickelt. In dieser Saison finden die Fetsttage erstmals nach der Sanierung wieder im Stammhaus Unter den Linden statt, wo sie vor über zwei Jahrzehnten von Daniel Barenboim ins Leben gerufen wurden. Die Festtage-Premiere ist am 25. März eine Neuproduktion von Giuseppe Verdis »Falstaff«, in einer Inszenierung des italienischen Film- und Theaterregisseurs Mario Martone mit Michael Volle in der Titelpartie. Zum weiteren Solistenensemble zählen Simone Piazzola (Ford), Maria Agresta (Mrs. Alice Ford), Nadine Sierra (Nannetta), Francesco Demuro (Fenton), Daniela Barcellona (Mrs. Quickly), Katharina Kammerloher (Mrs. Meg Page), Jürgen Sacher (Dr. Cajus), Stephan Rügamer (Bardolfo) und Jan Martiník (Pistola).

Weitere Vorstellungen am 28. März und 1. April. Richard Wagners »Parsifal«, in der Produktion von Dmitri Tcherniakov, wird am 30. März und 2. April wiederaufgenommen – u. a. mit Andreas Schager in der Titelrolle, Nina Stemme als Kundry und René Pape als Gurnemanz. Bei beiden Produktionen sind die Staatskapelle Berlin und der Staatsopernchor zu erleben.

Das Konzertprogramm steht im Zeichen von Gustav Mahler und Claude Debussy, die beide als Wegbereiter der Moderne gelten. Eröffnet werden die Festtage am 24. März durch die Wiener Philharmoniker, die bereits zum fünften Mal in Folge der Einladung nach Berlin nachkommen – diesmal mit Mahlers 7. Sinfonie. Anlässlich des 100. Todestages von Debussy gibt die Staatskapelle Berlin gemeinsam mit ihrem Generalmusikdirektor ein Konzert ausschließlich mit Werken dieses Komponisten (29. März). Auf dem Programm stehen seine »Fantaisie« für Klavier und Orchester mit Martha Argerich als Solistin sowie sein monumentales Opus »Le Martyre de Saint Sébastien«, ein ʽMysterium in fünf Aktenʼ auf einen Text von Gabriele D'Annunzio. An der Aufführung dieses selten zu hörenden Werkes sind Anna Prohaska (Sopran), Marianne Crebassa (Mezzosopran), Anna Lapkovskaja (Alt) und Maria Furtwängler als Sprecherin sowie der Staatsopernchor beteiligt.

Ihren Abschluss finden die Festtage-Konzerte am 31. März in einem gleichfalls Debussy gewidmeten Duo-Recital von Martha Argerich und Daniel Barenboim. Hierbei kommen seine originalen Klavierkompostionen »Six épigraphes antiques«, »En blanc et noir«, »Lindaraja«, sowie Alternativfassungen der Orchesterwerke »Prélude à l'après-midi d'un faune« und »La mer« für Klavier zu vier Händen bzw. für zwei Klaviere zur Aufführung. Eröffnet wird das Programm des Nachmittags mit Robert Schumanns »Sechs Stücken in Kanonischer Form« op. 56, die Claude Debussy für zwei Klaviere arrangiert hat.