Junge Studentische Bläserphilharmonie

Ein sinfonisches Blasorchester hat sich in Düsseldorf gegründet und absolviert jetzt seine ersten Konzerte. Die Mitglieder sind Instrumentalstudenten.

Die Idee spukte schon längere Zeit in den Köpfen von jungen Musikstudenten herum: Ein sinfonisches Blasorchester, das nur aus Musikstudenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht und damit in dieser Art einzigartig in ganz Deutschland ist. Im April dieses Jahres setzten die jungen Musiker dann ihre Idee in die Tat um und gründeten die Junge Studentische Bläserphilharmonie. Ein Exzellenzorchester, das sinfonische Blasorchesterliteratur auf höchstem Niveau einstudiert.

Die erste Arbeitsphase der Jungen Studentischen Bläserphilharmonie fand jetzt unter der musikalischen Leitung von Harry Vorselen in der Robert-Schumann Hochschule in Düsseldorf statt. Zum Abschluss der Arbeitsphase folgt die öffentliche Generalprobe im Partikasaal der Robert-Schumann Hochschule am Donnerstag, den 22.9. um 19:30 Uhr. Darauf folgen zwei Konzerte. Am Freitag, den 23.9. um 18 Uhr in der Aula des Humboldt-Gymnasium Düsseldorf und am Sonntag, den 25.9. um 16 Uhr der Aula des Paulinum Gymnasiums Münster als Kooperationskonzert mit den Jungen Blechbläsern unter Leitung von Tobias Füller und Rüdiger Baldauf.

Auf dem Programm der Arbeitsphase stehen sowohl Bearbeitungen bekannter sinfonischer Werke als auch Originalkompositionen. Von dem bekannten Komponisten für sinfonische Blasorchesterliteratur Johan de Meij steht „Extreme Makeover“ auf dem Programm. Das Stück besteht aus mehreren Modifikationen von Peter Iljitsch Tschaikowskis bekanntem Andante cantabile. Das Hauptthema basiert auf einem russischen Volkslied. Auch selbstgestimmte Flaschen, die von den Holzbläsern gespielt werden, kommen in diesem Stück in ganz besonderer Art zum Einsatz.

Das wohl bekannteste Werk von Leonard Bernstein sind die „symphonic dances“ aus der West Side Story, die 1961 in der Carnegie Hall in New York uraufgeführt wurden. Die Junge Studentische Bläserphilharmonie wird sie in einer Bearbeitung von Paul Lavender erklingen lassen. Des Weiteren stehen Werke von Alfred Redd, „El Camino Real“ und „Eventide“, auf dem Programm.

Das neue Orchester verfolgt drei Ziele: Die individuelle und künstlerische Förderung herausragender musikalischer Talente, die praxisnahe Vorbereitung auf die professionelle Musikerlaufbahn und die Einstudierung von sinfonischer Blasorchesterliteratur auf höchstem Niveau, die einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden soll.

Die Orchestermitglieder sind gleichzeitig Akteure innerhalb der organisatorischen Strukturen: Der Orchestervorstand übernimmt Steuerungsfunktion, die Mitglieder des Programmausschusses übernehmen die künstlerische Leitung – alle Musiker sammeln so bereits neben ihrem Studium praktische Erfahrungen in einem Orchesterbetrieb.

Zugangsvoraussetzung zur Jungen Studentischen Bläserphilharmonie ist die Immatrikulation an einer deutschsprachigen Musikhochschule. Das Angebot richtet sich an Studentinnen und Studenten zwischen 18 und 28 Jahren. Ein erfolgreich absolviertes Probespiel vor einer fachlich versierten Jury ist das dritte Zulassungskriterium. Die Junge Studentische Bläserphilharmonie wird komplett aus Spenden finanziert.

www.jsb-philharmonie.de