Julius Schepansky. Foto: Geert Maciejewski

Julius Schepansky. Foto: Geert Maciejewski

Junges Usedomer Musikfestival fördert Nachwuchs

Die Preise des Wettbewerbs „Die Besten von morgen“ des Jungen Usedomer Musikfestivals richten sich an Gewinner des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ aus ganz Deutschland, die am Anfang einer aussichtsreichen Musikerkarriere stehen.

Großes Einvernehmen beim dritten Musikwettbewerb „Die Besten von morgen“ des Jungen Usedomer Musikfestivals: Die Jury um Olaf Kerkau (Vorsitzender der Jury und Präsident das Landesmusikrates MV), die Akkordeonisten Mirjana Petercol und Gudrun Lehmann-Skripnik sowie die Violoncellisten Ramon Jaffé und Ekkehard Hessenbruch kürten die Gewinner nach der Finalrunde in Seebad Heringsdorf: Der 3. Achterkerke-Musikpreis und damit die ersten Plätze der Preise des Jungen Usedomer Musikfestivals gingen an die Marburgerin Svenja Schmidt-Rüdt (17) in der Kategorie „Violoncello“ und an den Lünener Julius Schepansky (18) in der Kategorie „Akkordeon“. Der Achterkerke-Musikpreis ist insgesamt mit 3000 Euro dotiert und wird von der Achterkerke-Stiftung für Kinder gesponsert. Die mit insgesamt 2000 Euro von der Sparkassen-Stiftung Vorpommern dotierten zweiten Preise gingen an den Akkordeonisten Sönke Wieck (18) und an den Violoncellisten Constantin Siepermann (17). Die Veranstalter vergaben einen dritten Preis an den Violoncellisten Luca Giehl (18) und einen Förderpreis an die Akkordeonistin Anna Betker (15).
 
Olaf Kerkau, Vorsitzender der Jury: „Beide Gewinner – Svenja und Julius – haben uns außerordentlich beeindruckt. Sie sind Ausnahmetalente. Begeistert haben uns nicht nur ihre instrumentalen Fertigkeiten, sondern auch ihre Ausstrahlung und ihre Reife auf der Bühne. Für die Jury ist es immer wieder eine Freude zu sehen, wenn junge Leute schon in diesem Alter das Publikum so fesseln können. Die jungen Musiker wussten, was sie erzählen wollten und haben das mit hoher Professionalität vermittelt – wir haben unsere Entscheidung einvernehmlich getroffen.“

„Es war ganz anders als bei anderen Wettbewerben. Die Atmosphäre war sehr schön und man konnte sich gegenseitig kennenlernen“, sagt die Siegerin in der Kategorie „Violoncello“. Die 1998 geborene Svenja Schmidt-Rüdt erhielt bereits mit sechs Jahren Cellostunden bei Christian Keller in Marburg. 2007 wechselte sie zu Giga Khelaia (Stuttgart). Seit 2016 wird Svenja von Prof. Danjulo Ishizaka (Berlin) unterrichtet. Um ihre Technik und ihren musikalischen Ausdruck zu verbessern, nahm Svenja an internationalen Meisterkursen bei Prof. Steven Isserlis, Prof. Peter Buck, Prof. Stephan Forck, Prof. Rudolf Gleissner, Prof. Alexandra Müller, Prof. Hans-Christian Schweiker, Marie-Elisabeth Hecker und Prof. Danjulo Ishizaka teil. Sie erhielt mehrere erste Preise bei „Jugend Musiziert“ und dem Wettbewerb des deutschen Tonkünstlerverbandes.
 
„Es war ungewöhnlich, dass die zweite Runde öffentlich war und dass das Spiel dann auch gewertet wurde. Überrascht hat mich der festliche Rahmen mit Urkunden. Das war sehr schön“, freut sich Julius Schepansky, Gewinner der Kategorie „Akkordeon“. 1998 in Lünen geboren, erhielt er von 2006 bis 2014 Akkordeonunterricht an der Musikschule Lünen. Seit dem Wintersemester 2014/2015 ist er Jungstudent im Rahmen der Jugendakademie Münster, dem Begabtenförderungsprojekt der Westfälischen Schule für Musik und der Musikhochschule Münster, in dessen Rahmen er Akkordeonunterricht bei Prof. Claudia Buder erhält. Julius nimmt seit 2008 als Solist und in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen erfolgreich an nationalen und internationalen Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ teil und erreichte dort erste und zweite Preise.