Schweizer Klaviertrio. Bild: Uwe Arens

Schweizer Klaviertrio. Bild: Uwe Arens

Kammermusik von Brahms

Das Festival Kammermusik Bodensee findet vom 1. bis 3. September als «Brahmsiade im Rothen Igel», statt. Künstler wie das Schweizer Klaviertrio, Barry Douglas, oder die Bratschistin Ruth Killius Werke unter anderem von Brahms, Beethoven, Mozart und Weber.

Die erste Brahmsiade steht unter dem Titel «Naturverbundenheit». Zu den Themen seines Trios op. 40 wurde Brahms während eines Aufenthalts im Schwarzwald inspiriert. Zeit seines Lebens waren lange Spaziergänge eine wichtige Inspirationsquelle für Brahms. Das Vorspiel zu diesem Werk bildet Webers virtuoses Klarinettenquintett op. 34 und nach Brahms gibt es Schumanns Klavierquintett.

«Werke der Reife» bietet das zweite Konzert. Zu den letzten Werken von Brahms zählen seine Kammermusikwerke mit Klarinette. Das Klarinettentrio legt Zeugnis dieses reifen Spätstils ab. Davor spielt Barry Douglas die Klavierstücke op. 76. Für Brahms war Beethoven zuweilen ein erdrückendes Vorbild. Dieses Konzert zeigt mit dem Trio op. 38 eine ungewohnt heitere Seite des „Titanen“ Beethoven.

Seit seiner Gründung engagierte sich das Festival Kammermusik Bodensee für den musikalischen Nachwuchs. Jugendliche Preisträger und talentierte Schüler spielen Werke von Händel, Grieg, Franck, Frescobaldi, Telemann, Matteis und Mendelssohn.

Unter dem Titel «Vom Thunersee nach Ungarn» steht das Schlusskonzert. Der Anekdote nach soll Mozarts „Kegelstatt-Trio“ beim Kegeln entstanden sein. Damit passt dieses Werk wunderbar zum Geist dieser «Brahmsiade». Es folgen zwei Werke, in denen stellenweise Anklänge an die ungarische Musik zu hören sind, die Brahms seit seiner Jugendzeit begleitet und inspiriert hat.

Das Festival Kammermusik Bodensee ist unter dem Titel «Brahmsiade im Rothen Igel» vom 1. bis 3. September 2017 zum zweiten Mal zu Gast auf Lilienberg.

www.kammermusikbodensee.com