Erfolg auf Bühne und Konserve: Youn Sun Nah. Foto: Chris Jung

Erfolg auf Bühne und Konserve: Youn Sun Nah. Foto: Chris Jung

Kein Alkohol ist auch keine Lösung

Was die Jazzhörer vornehmlich streamen oder als Scheibe ein- bzw. auflegen verraten die Jazz-Charts. Mit dabei: die Koreanerin Youn Sun Nah.

Kein Alkohol ist auch keine Lösung - das weiß zumindest Dominic Miller, der sein neues Album nach dem Kultgetränk „Absinthe“ benannt hat. Der Sting-Gitarrist macht seinen Fans die locker-leichte Lebensart Südfrankreichs schmackhaft und erobert aus dem Stand die Spitze der Offiziellen Deutschen Jazz-Charts, ermittelt von GfK Entertainment. Skandinavische Supergroup-Klänge sind dagegen an erster und vierter Stelle zu hören, wo Nils Landgren, Michael Wollny, Lars Danielsson & Wolfgang Haffner („4 Wheel Drive“) bzw. Rymden („Reflections And Odysseys“) gastieren. Die südkoreanische Sängerin Youn Sun Nah veröffentlicht mit „Immersion“ bereits ihre zehnte Platte und tourt im Mai durch Deutschland. Vorher ist sie auf Stippvisite im Jazz-Ranking und schnappt sich Bronze. Die Top 5 beschließt das Branford Marsalis Quartet, das „The Secret Between The Shadow And The Soul“ lüftet. Genreübergreifend geht’s auf den Positionen sechs bis acht zur Sache, wo die Elektro/Funk-Jazz-Band The Comet Is Coming („Trust In The Lifeforce Of The Deep Mystery”), das israelische Omer Klein Trio („Radio Mediteran”) sowie die Fusion-Formation Snarky Puppy („Immigrance”) debütieren. Die Offiziellen Deutschen Top 20 Jazz-Charts werden von GfK Entertainment auf monatlicher Basis im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Basis der Offiziellen Deutschen Charts sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern.