Residenzorchester des Kissinger Sommers auch im kommenden Jahr: die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Foto: Oliver Reetz

Residenzorchester des Kissinger Sommers auch im kommenden Jahr: die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Foto: Oliver Reetz

Kissinger Sommer mit Moderne vor 100 Jahren

Der Kissinger Sommer 2018 steht unter dem Motto „1918 – Aufbruch in die Moderne". Der Geist des Neuanfangs nach dem Ersten Weltkrieg hat Werke hervorgebracht, die zu Klassikern des Konzertlebens geworden sind.

Mit Ravels „La Valse", Strawinskys Neoklassik und Gershwins „Rhapsody in blue" sind Schlüsselwerke des frühen 20. Jahrhunderts vom 15. Juni bis zum 15. Juli in Bad Kissingen zu erleben. Im zweiten Kissinger Sommer unter der Intendanz von Tilman Schlömp werden mehrere neue Spielstätten einbezogen, vor allem aber wird die Partnerschaft mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen als Festivalorchester ausgebaut.

In zwei Konzerten am Eröffnungswochenende vollendet die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Paavo Järvi ihren Brahms-Symphonienzyklus. Die Geigerin Janine Jansen spielt im zweiten der Brahms-Programme (17. Juni) dessen Violinkonzert. Mit dem Gastdirigenten Joshua Weilerstein begleitet das Festivalorchester am 27. Juni den 1. Preisträger des Kissinger KlavierOlymps 2017, Emre Yavuz. Als Fortsetzung des gefeierten „Sommernachtstraums" 2017 präsentiert die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit Paavo Järvi im Festival 2018 erneut ein großes Chorwerk von Felix Mendelssohn, seine zweite Symphonie, die auch unter dem Namen „Lobgesang" bekannt ist.

Die Cellistin Sol Gabetta eröffnet gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen das Festival 2018 am 15. Juni mit dem Cellokonzert von Edward Elgar. In zwei weiteren Konzerten und einem Künstlergespräch stellt sich die Künstlerin dem Kissinger Publikum als Artist in Residence vor. Neben einem Duoabend mit dem Pianisten Bertrand Chamayou am 19. Juni gehört zu dieser Residency das exklusive Triokonzert mit Janine Jansen und dem Pianisten Alexander Gavryluk, in dem Werke von Sergei Rachmaninow und Sergei Prokofiew erklingen.

Eine exklusiv auf das Motto des Kissinger Sommers abgestimmte Produktion ist Igor Strawinskys „Geschichte vom Soldaten" (1918 uraufgeführt) in einer szenischen Fassung, in der der Geiger Daniel Hope die Sprechrolle des geigenden Soldaten übernimmt. Thomas Quasthoff und Katja Riemann sind hier in weiteren Sprechrollen zu hören. 

Die 62 Veranstaltungen des Kissinger Sommers 2018 folgen dem seit über 30 Jahren bewährten Konzept einer gesunden Mischung von „Stars" und jungen Künstlern. Hierzu gehören u.a. die Sopranistin Anna Caterina Antonacci, der Multiperkussionist Martin Grubinger, der Dirigent Valery Gergiev und das Orchester der Russisch-Deutschen Musik-Akademie, der Geiger Giuliano Carmignola oder der Pianist Menahem Pressler.

Viele der Programme sind eigens für den Kissinger Sommer 2018 entstanden und in dieser Form nur in Bad Kissingen zu hören. Erstmals wird im Kissinger Sommer 2018 das 1871 eröffnete und 2017 frisch sanierte Luitpoldbad bespielt. Mit dem Venice Baroque Orchestra (30. Juni) und Canadian Brass (15. Juli) bringen zwei Ensembles den Innenhof des historischen Gebäudes stimmungsvoll zur Geltung.

www.kissingersommer.de