Programmvorstellung des Dortmunder Festivals Klangvokal mit v. l. n. r. Jenny Eickhoff (Verwaltungsleiterin KLANGVOKAL), Annie Sarfeld (proKultur e.V.), Jörg Stüdemann (Stadt Dortmund), Torsten Mosgraber (Direktor KLANGVOKAL), Uwe Samulewicz (Vorstandsv

Programmvorstellung des Dortmunder Festivals Klangvokal mit v. l. n. r. Jenny Eickhoff (Verwaltungsleiterin KLANGVOKAL), Annie Sarfeld (proKultur e.V.), Jörg Stüdemann (Stadt Dortmund), Torsten Mosgraber (Direktor KLANGVOKAL), Uwe Samulewicz (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Dortmund, Dr. Margarethe Helfen (Freunde des KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund e. V. und Katja Latsch (Moderatorin). Foto: Sandra Spitzner

Klangvokal mit Monteverdi-"Uraufführung"

Das Klangvokal Musikfestival Dortmund zeigt sich bei seiner zehnten Ausgabe in Feierlaune und erwartet zum Jubiläum herausragende Künstler aus 20 Ländern.

Das Anliegen des Festivals, dem Publikum unbekannte Vokalmusik auf exzellentem Niveau zu Gehör zu bringen, spiegelt sich im diesjährigen Titelthema „Auf Schatzsuche“ wider. Zu erleben ist ein breites Spektrum der Vokalmusik vom 12. Jahrhundert bis in die Gegenwart.  

Festival-Direktor Torsten Mosgraber präsentiert mit seinem Team vom 11. Mai bis 10. Juni 2018 musikalische Kostbarkeiten von Nordeuropa bis Südamerika. Fast 600 Künstler aus 20 Ländern (und zusätzlich rund 4.000  Sänger beim Fest der Chöre sowie fast 1.000 Mitwirkende bei den Festkonzerten der Chorakademie Dortmund) bieten in 23 Aufführungen an zehn Schauplätzen (und weiteren 15 beim Fest der Chöre) Vokalmusik aus den Bereichen Oper, Oratorium, Chor, Jazz, Weltmusik und Pop. Viele Festival-Aufführungen werden wieder für Klangvokal erarbeitet und sind – zumindest in NRW – ausschließlich  in diesem Festival zu erleben.   

Im Konzerthaus Dortmund erklingt Giuseppe Verdis Oper „Giovanna d’Arco“ mit Interpreten führender Opernhäuser. Eine musikhistorische Sensation ist die erste öffentliche Aufführung von Claudio Monteverdis Oper „L’Arianna“ in der Fassung von Claudio Cavina, der das Werk rekonstruiert und nachkomponiert hat. Christina Pluhar und ihr für ihre originellen Projekte weltweit gefeiertes Ensemble L’Arpeggiata locken mit ihrem furiosen Crossover-Projekt „Händel Goes Wild“.

Zum Abschluss ist Antonio Caldaras Oratorium „Maddalena ai piedi di Cristo“ (gespielt vom französischen Ensemble Le Banquet Céleste) in St. Reinoldi zu erleben. Zuvor gelangt am selben Ort Jules Massenets romantisches Oratorium „Ève“ mit dem Philharmonischen Chor des Dortmunder Musikvereins und den Dortmunder Philharmonikern zur Aufführung. Zum 100. Geburtstag des Komponisten Leonard Bernstein stehen bei der Eröffnung im Konzerthaus Dortmund u. a. seine „Chichester Psalms“ auf dem Programm. Mit dem Estnischen Philharmonischen Kammerchor, Vox Luminis aus Belgien, dem Ensemble Tiburtina aus Prag und den Tallis Scholars aus Großbritannien sind im Festival gleich vier international bedeutende Vokalensembles mit Raritäten zu Gast.

Beim Fest der Chöre werden erneut rund 150 Chöre die Attraktivität und Vielfalt der Chormusik aufzeigen. Schätze aus den Bereichen Jazz und Weltmusik bieten u. a. das hochgelobte Ensemble Saz’iso aus Albanien, die Sängerin Lily Dahab aus Argentinien, die Fado-Sängerin Gisela João sowie das Trio Yorkston Thorne Khan aus Großbritannien und Indien.  

Das Festival-Budget 2018 beträgt wie im Vorjahr ca. 600.000 Euro. Finanziert wird es durch die Stadt Dortmund (300.000 Euro), durch Einnahmen aus Kartenverkäufen, Anzeigen und Programmheftverkäufen (ca. 130.000 Euro) sowie durch die Unterstützung durch Sponsoren (ca. 170.000 Euro).