Klaus Huber im Jahr 2012. Foto: Harald Rehling

Klaus Huber im Jahr 2012. Foto: Harald Rehling

Klaus Huber ist tot

Der Schweizer Komponist Klaus Huber ist gestorben. Die Nachricht wird u. a. von der Redaktion seiner Internetseite verbreitet.

Bewusstsein, Kritik, Bekenntnis: Klaus Huber, 1924 in Bern geboren, ist breits am 2. Oktober im Alter von fast 93 Jahren in Perugia verstorben, wie heute bekannt wurde. Er war ein Komponist, der die formale und atonale Anlage seiner Werke mit affektiven Momenten verband. Starrheit war ihm genauso fremd wie ein Aufgehen in der puren Form. Zunächst zum Geiger ausgebildet, studierte er Komposition bei Willy Burkhard und Boris Blacher.

In seinen Werken finden sich oft gesellschaftskritische Aussagen, die sich schon sehr früh auch gegen globale Aubeutung richteten. Auch durch Geräusche und Tonbandeinspielungen öffnete er seine Kunst der Realität. Trotz ihrer aus der Mode gekommenen konsequent atonalen Faktur sind Hubers Werke auch heute gut hörbar. Denn sie richten sich nicht nur an den Geist, sondern auch an das menschliche Empfinden. Ausgehend von geistlichen Urgründen stellen seine Werke oft moralische Fragen. Dementsprechend schuf der auch Oratorien, aber auch Kammermusik.

www.klaushuber.com