Emanuel Cencic. Foto: Anna Hoffmann

Emanuel Cencic. Foto: Anna Hoffmann

Knabensopran, Countertenor, Produzent, Regisseur ...

Emanuel Cencic inszeniert sich gern als Inkarnation barocker Sinnlichkeit. Hinter seinem Erfolg steckt jedoch viel Arbeit. Das ist er von Kindesbeinen nicht anders gewöhnt. Jetzt erscheinen Aufnahmen aus seiner Zeit als Knabensopran.

Max Emanuel Cencic beginnt die Saison 2016/2017 mit seinem Debüt an der Staatsoper Unter den Linden Berlin als Orfeo in Christoph Willibald Glucks „Orfeo ed Euridice“. Die Aufführungen unter der musikalischen Leitung von Alessandro De Marchi finden am 08., 13., 15. und 19. Oktober statt.

Ein interessantes Ereignis ist zudem die Veröffentlichung der CD-Box „Fantastic Cencic“ am 14. Oktober. Denn neben ausgewählten Opernarien erscheinen erstmals Aufnahmen aus Max Emanuel Cencics Zeit als Knabensopran. Bevor Max Emanuel Cencic seine Karriere als Countertenor begann, war er in jungen Jahren bereits als Sopranist erfolgreich.

Aus dieser Zeit werden bei Warner Classics nun erstmals Aufnahmen veröffentlicht, darunter u.a. Lieder von Schubert, Schumann und Strauss sowie Arien von Bach und Händel. Die Aufnahmen aus den Jahren 1992 und 1993 sind Teil der CD-Veröffentlichung „Fantastic Cencic“, die insgesamt drei CDs umfasst. Auf CD 1 und 2 erklingen Wiederveröffentlichungen u.a. von Rossini, Caldara, Vivaldi, Vinci und Händel.  

Am 9. Oktober wird Max Emanuel Cencic erneut mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet, diesmal für die CD-Produktion von Leonardo Vincis „Catone in Utica“. In der Saison 2016/2017 steht außerdem Glucks „Ezio“ an der Oper Frankfurt an, wo Max Emanuel Cencic die Titelrolle übernimmt.

Ein weiterer Höhepunkt ist die szenische Wiederaufnahme des „Arminio“ bei den Händel-Festspielen 2017 in Karlsruhe, wo er nicht nur den Arminio verkörpert, sondern auch für die Regie verantwortlich zeichnet. Für die Aufnahme der Oper erhielt er erst vor kurzem den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. In Hasses „Siroe“ bei den Mai-Festspielen 2017 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden übernimmt er erneut die Titelrolle und Regie. Kammermusikfreunde können sich auf einen Arienabend im Konzerthaus Berlin (22. November) freuen.