Komische Oper Berlin, Der Jahrmarkt von Sorotschinzi (Mussorgsky), Inszenierung Barrie Kosky. Foto: Monika Rittershaus

Komische Oper Berlin, Der Jahrmarkt von Sorotschinzi (Mussorgsky), Inszenierung Barrie Kosky. Foto: Monika Rittershaus

Konzentrierte Komische Oper

Beim Komische Oper Festival präsentiert das Haus in der Berliner Behrenstraße zum Spielzeitabschluss wieder an sechs aufeinanderfolgenden Tagen die ganze Vielfalt der aktuellen Neuproduktionen.

Mit "besonderem Rahmenprogramm für Auge, Ohr, Geschmack und Intellekt" will die Komische Oper Berlin zum Saisonabschluss im Juli noch einmal aus dem Vollen schöpfen. An jedem Abend erwarten die Gäste rund um die Vorstellung Musik im Foyer, Begrüßungsdrinks, interessante Einführungsvorträge vor und spannende Diskussionen mit mitwirkenden Künstlern nach jeder Vorstellung.

Vorerst zum letzten Mal ist im Rahmen des Festivals die Produktion von Aribert Reimanns Medea (15.7.) mit der für ihre Darstellung der Titelheldin gefeierten Nicole Chevalier zu erleben ebenso wie die umjubelte Barrie-Kosky-Produktion Der Jahrmarkt von Sorotschinzi (16.7.) sowie die Barockoper Zoroastre (14.7.). Diese Produktionen stehen in der nächsten Spielzeit nicht auf dem Spielplan. Für diese Aufführungen sind derzeit noch Karten verfügbar, ebenso wie für die Kirill-Serebrennikov-Inszenierung von Il barbiere di Siviglia (13.7.). Für die Vorstellungen von Petruschka / L’Enfant et les Sortilèges (11.7.) und Die Perlen der Cleopatra (12.7.) gibt es allerdings höchstens noch gegebenenfalls Restkarten an der Abendkasse.

Seit 2008 lädt die Komische Oper Berlin Zuschauer aus Berlin, Deutschland und dem Ausland ein, die jüngsten Inszenierungen des Hauses in dieser komprimierten, alle Sinne ansprechenden Festival-Form zu erleben oder neu zu entdecken. In den Einführungsvorträgen stimmen die Dramaturgen auf die Inszenierungen und ihre Hintergründe ein und stellen darüber hinaus das jeweilige Werk in einen größeren Zusammenhang. Thematischer Leitfaden im diesjährigen Festival ist das Thema »Macht und Kontrolle« anhand der jeweiligen Stücke. In den Gesprächen im Anschluss kommen außerdem (Sänger-)Darsteller, Dirigenten und ein Komponist zu Wort. Das Haus öffnet für die Festivalvorstellungen ganz entspannt bereits 90 Minuten vor Vorstellungsbeginn, die Einführungsvorträge beginnen jeweils eine Stunde vorher.