v.l.n.r.: Raimund Trenkler, Prof. Dr. Friedemann Eichhorn,  Daniel Barenboim, Meisterkurs in Kronberg am 27.2.2016. Foto: Andreas Malkmus

v.l.n.r.: Raimund Trenkler, Prof. Dr. Friedemann Eichhorn, Daniel Barenboim, Meisterkurs in Kronberg am 27.2.2016. Foto: Andreas Malkmus

„Kronberg ist die Welthauptstadt des Cellos“

Die Kronberg Academy begeht ihr 25-jähriges Bestehen: Am 8. Februar 1993 gründete der Cellist Raimund Trenkler zusammen mit 16 Musikenthusiasten die Streicherakademie in Kronberg, damals zunächst unter dem Namen „Internationale Kammermusik-Akademie Kronberg e.V.“.

Bereits im Oktober 1993, ein halbes Jahr nach der Gründung der Akademie, fand das erste Cello Festival statt – heute trägt es den Titel „Kronberg Academy Festival“ und lockt alle zwei Jahre Musiker und Besucher aus aller Welt in die Burgstadt im Taunus. Von Anfang an ist die Akademie eng mit den weltberühmten Cellisten Pablo Casals (1876 – 1973) und Mstislav Rostropovich (1927 – 2007) und ihrem musikalischen wie humanistischen Erbe verbunden. Das erste Cello Festival begann am 22. Oktober 1993, dem 20. Todestag Casals‘. Bis heute ist seine Witwe, Marta Casals Istomin, Schirmherrin des Kronberg Academy Festivals und Mitglied im Künstlerischen Beirat der Akademie.

Mstislav Rostropovich trug mit seinen Ideen und als Musiker maßgeblich zum Aufbau der Kronberg Academy bei und wurde Gründungsmitglied des Künstlerischen Beirats. Ab 1997 trat er oft bei den Konzerten der Akademie auf und konstatierte: „Kronberg ist die Welthauptstadt des Cellos“.  

„Einer Weltauswahl der Besten unter den jungen Streichern zu ermöglichen, in einem geschützten Raum – gelegen zentral am Rande – von den großen Musikern unserer Zeit zu lernen und gemeinsam mit ihnen zu musizieren“, so beschreibt Raimund Trenkler den Auftrag der Kronberg Academy. Sie ist eine europaweit einzigartige Kulturinstitution zur Ausbildung und Förderung junger, höchstbegabter Musiker der Instrumente Violine, Viola und Violoncello. Zu den Lehrenden gehören renommierte Musiker wie Ana Chumachenco, Christian Tetzlaff, Tabea Zimmermann und Frans Helmerson. Die rund 25 Studierenden aus 20 Ländern können Bachelor- und Masterabschlüsse erwerben, die in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main vergeben werden. Die Studiengänge Professional Studies und Precollege ergänzen das Angebot; hinzu kommt ab 2018 ein Studienprogramm für kammermusikalisch orientierte Pianisten.   

Neben ihrem Studienbetrieb veranstaltet die Kronberg Academy jährlich mehrere Konzerte und Kammermusikprojekte; 2018 sind dies u.a. „Chamber Music Connects the World“ im Mai, „Cello Meisterkurse & Konzerte“ im September sowie „Mit Musik – Miteinander“ im April und Oktober. Bei „Masters in Performance“ präsentieren sich Im Juni die Studierenden bei den Abschlusskonzerten des Studienjahres. Für Oktober ist ein großes Jubiläumskonzert im Kurhaus Wiesbaden geplant. Die nächste Ausgabe des international renommierten Kronberg Academy Festivals findet im September/Oktober 2019 statt.   

Seit Oktober 2017 entsteht der Neubau, der den Konzerten und den Studiengängen der Akademie erstmals einen gemeinsamen Ort geben wird: Ein neuer, europaweit einzigartiger Konzertsaal mit dem Namen „Casals Forum“ fasst rund 560 Zuhörer und ist besonders auf die Erfordernisse der Kammermusik ausgelegt. Daneben entsteht ein angegliedertes  Zentrum für den ganzjährigen Studienbetrieb sowie für die Verwaltung der Kronberg Academy. Die Eröffnung des neuen Gebäudeensembles direkt am Kronberger Bahnhof wird für 2020/21 erwartet. Die Kronberg Academy Stiftung wird überwiegend durch private Spenden finanziert; ihr Vorstandsvorsitzender ist Raimund Trenkler, die künstlerische Leitung hat Prof. Dr. Friedemann Eichhorn. Mitglieder des Künstlerischen Beirats sind Marta Casals Istomin, Yuri Bashmet, Christoph Eschenbach, Gidon Kremer, Sir András Schiff und Mstislav Rostropovich († 2007). Das Kuratorium als Aufsichts- und Beratungsgremium der Stiftung steht unter dem Vorsitz von Jürgen Fitschen.