Miloš Valent. Foto: Wouter Jansen

Miloš Valent. Foto: Wouter Jansen

Leidenschaft für Telemann

Georg Philipp Telemann war einer der berühmtesten Komponisten seiner Tage – und er war ein großer Kosmopolit. Das vierte Wartburgkonzert der Saison 2016 spürt den osteuropäischen Einflüssen in seinen Concerti, Tänzen und Sonaten nach und macht die kraftvolle Volksmusik der Region lebendig.

Die Musiker des Ensembles Holland Baroque zeigen am 16. Juli um 19.30 Uhr mit Miloš Valent und Jan Rokyta die „barbarische Schönheit“ der polnischen und hannakischen Musik, von der Telemann immer wieder schwärmte.

Holland Baroque steht für eine innovative und höchst lebendige Interpretation der Musik des Barock. Mit ihrem traditionsbewussten, aber stets überraschend interpretierten Repertoire traten die Utrechter Musiker bereits im Wiener Konzerthaus, dem Concertgebouw Amsterdam sowie im Berliner „Radialsystem” auf. Auch der slowakische Geiger Miloš Valent und sein tschechischer Konterpart Jan Rokyta am Hackbrett stehen für mitreißende musikalische Unterhaltung. Rokyta macht nicht nur als Multiinstrumentalist und Komponist von sich reden, sondern seit einigen Jahren auch als diplomierter und preisgekrönter Vinologe der niederländischen Weinakadamie.

Das 382. Wartburgkonzert am 19. Juli wird im Festsaal des Palas aufgezeichnet und ist am 2. August um 20.03 Uhr im Deutschlandradio Kultur zu hören. Es markiert zugleich den Abschluss der Eisenacher Telemann-Festtage.

Die von Deutschlandradio Kultur zusammen mit der Wartburgstiftung veranstalteten Wartburgkonzerte gehören zu den ältesten Radio-Konzertreihen der Welt. Seit mehr als 50 Jahren sind sie eine Institution in der deutschen Radio- und Konzertlandschaft. Das erste Konzert wurde 1958 vom Sender Stimme der DDR übertragen.