Reinhard Goebel. Foto: Bachfest Leipzig/Christina Bleier.

Reinhard Goebel. Foto: Bachfest Leipzig/Christina Bleier.

Leipzig ehrt Goebel mit Bach-Medaille

Als Vermittler der historischen Aufführungspraxis an moderne Symphonie- und Kammerorchester sowie Alte-Musik-Ensembles und als unversiegbare Quelle für Repertoireschätze ist Goebel ein weltweit gefragter Spezialist.

Die Bach-Medaille der Stadt Leipzig wird 2017 an den Violinisten, Dirigenten und Alte-Musik-Pionier Reinhard Goebel verliehen, den langjährigen Leiter und Primarius von Musica Antiqua Köln.

Kaum ein deutscher Musiker hat einen derart hohen Einfluss auf die Entwicklung der historischen Aufführungspraxis gehabt wie Reinhard Goebel (*1952). Mit dem von ihm 1973 gegründeten Ensemble Musica Antiqua Köln und dessen preisgekrönten Einspielungen setzte der Violinist innerhalb der Alte-Musik-Bewegung neue Maßstäbe.

Ob als langjähriger Leiter und Primarius von Musica Antiqua Köln oder nunmehr als weltweit gefragter Gastdirigent sowie als Professor für historische Aufführungspraxis am Mozarteum in Salzburg: Überall vermag Goebel mit seinem Feuer und seiner unersättlichen Neugier Kenner wie Liebhaber, Musiker wie Zuhörer für die Klangwelt um Johann Sebastian Bach zu begeistern.

Die Auszeichnung wird am 17. Juni 2017 um 16 Uhr im Rahmen des Bachfestes Leipzig im Festsaal des Alten Rathauses durch Oberbürgermeister Burkhard Jung und den Direktor des Bach-Archivs, Peter Wollny, an Reinhard Goebel überreicht. Das Bachfest Leipzig findet in dieser Saison vom 9. bis 18. Juni statt und steht unter dem Motto »Ein schön new Lied – Musik und Reformation«.

Wegen besonderer Verdienste um die Pflege des Bachschen Werks wurde die Bach-Medaille der Stadt Leipzig unter anderem an Peter Kooij (2016), Masaaki Suzuki (2012), Herbert Blomstedt (2011), Philippe Herreweghe (2010), Frieder Bernius (2009), Nikolaus Harnoncourt † (2007), Ton Koopman (2006), Sir John Eliot Gardiner (2005), Helmuth Rilling (2004) und Gustav Leonhardt † (2003) verliehen.


www.bachfestleipzig.de