Tristan und Isolde aus Bayreuth in Lyon und bald in Linz. Foto: Stofleth

Tristan und Isolde aus Bayreuth in Lyon und bald in Linz. Foto: Stofleth

Linz übernimmt Bayreuth-Übernahme aus Lyon

Im vergangenen Jahr recycelte die Oper in Lyon die Tristan-Inszenierung von Heiner Müller, die bis 1999 in Bayreuth zu sehen war. Nun übernimmt das Theater in Linz die Produktion.

Serge Dorny, Intendant der Opéra Lyon ist der Regie-Recycling-Meister: Klaus Michael Grübers L’Incoronazione di Poppea (1999)  Ruth Berghaus’ Elektra (1986) und Müllers Tristan (1993) hat er in Remakes auf die Bühne gebracht. Nun übernimmt Linz den Tristan von Heiner Müller. Dieser Tristan hat am 15. September 2018 im Großen Saal des Musiktheaters in Linz Premiere. 1993 inszenierte der deutsche Dramatiker und Regisseur dieses Werk bei den Bayreuther Festspielen. In den staatischen Bühnenraumfantasien von Erich Wonder entfaltete Müller seinen Liebes- und Todesreigen von großer Distanz. Als Koproduktion mit der Opéra de Lyon wird Heiner Müllers damaliger Regiemitarbeiter, der jetzige Linzer Schauspieldirektor Stephan Suschke, diese Festspielinszenierung auf der Bühne des Linzer Musiktheaters wiedererstehen lassen. Die Musikalische Leitung hat Chefdirigent Markus Poschner. Es spielt das Bruckner Orchester Linz. Tristan ist Heiko Börner, als Isolde ist Annemarie Kremer und in einer Vorstellung Dara Hobbs zu hören.