Christian Thielemann mit der Staatskapelle Dresden. Foto: Matthias Creutziger, Staatskapelle Dresden

Christian Thielemann mit der Staatskapelle Dresden. Foto: Matthias Creutziger, Staatskapelle Dresden

Liszt-Wettbewerb mit Thielemann

Die Jury hat ihre Vorauswahl getroffen: 42 Pianistinnen und Pianisten wurden für die Teilnahme am 9. Internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerb Weimar – Bayreuth nominiert.

Aus 14 verschiedenen Ländern, darunter China, Japan, Deutschland, Russland und den USA – reisen die Teilnehmer zum Wettbewerb an, der vom 30. Oktober bis 10. November 2018 von der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Stadt Bayreuth gemeinsam ausgerichtet wird. Nach der ersten Wertungsrunde in Bayreuth zieht der Wettbewerb für die weiteren Wertungsrunden und das Finale nach Weimar um.

Geprägt wird der internationale Leistungsvergleich auch von einer Reihe hochkarätiger Konzerte: zuvorderst dem Finalkonzert am 9. November um 19:30 Uhr in der Weimarhalle unter der Leitung von Christian Thielemann. Es spielt ein Orchester aus Studierenden und Lehrenden der Weimarer Musikhochschule sowie Mitgliedern der Staatskapelle Weimar. Sie begleiten die beiden Klavierkonzerte von Franz Liszt und ggf. auch den „Totentanz“. Fast ausverkauft ist schon das Eröffnungskonzert mit Shooting-Star Kit Armstrong am 30. Oktober um 20:00 Uhr im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth. Er spielt Klavierwerke von Franz Liszt und eine eigene „Fantasie B-A-C-H“.

Eine international besetzte Jury unter Vorsitz der Weimarer Klavierprofessorin Gerlinde Otto vergibt Preise im Gesamtwert von 25.000 Euro. Der 1. Preis des Wettbewerbs ist mit 12.000 Euro, der 2. Preis mit 8.000 Euro und der 3. Preis mit 5.000 Euro dotiert. Hinzu kommen Sonderpreise und Anschlusskonzerte.   

Das verlangte Wettbewerbs-Repertoire legt in allen Wertungsrunden einen deutlichen Fokus auf das Klavierwerk Franz Liszts. Ausnahmen sind in der ersten Runde (31.10. bis 3.11.) Werke von Bach und Debussy sowie in der zweiten Runde (5. und 6.11.) eine Haydn-Sonate und ein weiteres Werk von Debussy. Aus dem Oeuvre Liszts erklingen unter anderem Liedtranskriptionen, Etüden, weitere Werke nach Wahl. Liszts majestätische h-Moll-Sonate ist der alleinige Programmpunkt im Semifinale (7.11.), im Finalkonzert erklingen seine Klavierkonzerte bzw. der „Totentanz“.  

Der vor 24 Jahren von der Weimarer Musikhochschule ins Leben gerufene Wettbewerb wird maßgeblich vom Freistaat Thüringen, von der Stadt Bayreuth und der Oberfrankenstiftung finanziert. Unterstützung leistet auch die Neue Liszt Stiftung. Künstlerische Leiterin des Wettbewerbs ist Gerlinde Otto.  

www.hfm-weimar.de/liszt