New Richie Beirach Trio. Foto: Kultursommer Rheinland-Pfalz

New Richie Beirach Trio. Foto: Kultursommer Rheinland-Pfalz

Mainz kann auch Jazz

Jazz braucht viele Förderer und Unterstützer, um auf die Bühne zu kommen. Beim Jazzfest Rheinland-Pfalz hat es geklappt.

Das Landesjazzfest wird 2016 erstmals von der LAG Jazz Rheinland-Pfalz e.V. in Kooperation mit dem Kultursommerbüro und in Zusammenarbeit mit der Jazzszene der Landeshauptstadt organisiert. Mit 15 herausragenden Vertreterinnen und Vertretern der Jazzszene aus Rheinland-Pfalz und angrenzenden Bundesländern findet das siebte LandesJazzfest vom 9. bis 11. September im M 8 und im Frankfurter Hof, in der Karmeliterkirche und auf dem Karmeliterplatz in Mainz statt. Das Programmheft erscheint am 18. August.

Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf freut sich über die hochkarätige Kooperation: „In den letzten Jahren wurden in der Jazzszene der Landeshauptstadt Mainz, vor allem durch die Aktivitäten der Jazzabteilung der Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg-Universität, neue Impulse gesetzt. Grund genug, das siebte Landesjazzfestival in Mainz stattfinden zu lassen – und dies in einem Umfang und einer Qualität, wie es bislang der LAG Jazz Rheinland-Pfalz allein nicht möglich war. Ich werde auch da sein!"

Das Programm – zusammengestellt von den Mainzer Veranstaltern, der Jazzinitiative Mainz e.V., dem „Klangraum“, vom Uni-Team des „Treffpunkt Jazz“ im Frankfurter Hof, von UpArt e.V., dem Atelier Schauder, vom Vorstand der LAG Jazz Rheinland-Pfalz e.V. und vom Kultursommer Rheinland-Pfalz – ist eindrucksvoll und verspricht spannende Konzerte.

Anspruchsvolle Fusion-Kost, garniert mit Spielfreude und Witz, machen Grand Central zu einem musikalischen Leckerbissen (nicht nur für Jazzfreunde). Bereichert werden sie durch einen der besten und gefragtesten Pianisten der Gegenwart: Echo-Preisträger Sebastian Sternal.

Im September 2016 erscheint das erste Album „Essence“ von Kerstin Haberecht und ihrer Band Haberecht 4 bei Jazz Thing Next Generation/Double Moon Records.

Mit ihren Kompositionen präsentiert die Sängerin und Produzentin Leona Berlin eine erfrischende, hoch kreative Vision von Neo-Soul, die über stilistische Grenzen weit hinausgeht.

Daniel Stelter ist nicht nur einer der innovativsten und gefragtesten Jazzgitarristen Deutschlands, er ist außerdem festes Mitglied in der Band von „Sing meinen Song - das Tauschkonzert“ und der Georg Ringsgwandl-Band, mit der er regelmäßig tourt.

Die heavytones, bis vor kurzem die TV-Band von Stefan Raab, sind die wohl bekannteste Band des Deutschen Fernsehens. Sie bieten Rock, Pop, Funk und Jazz in Perfektion.

Gäbe es einen Preis für musikalische Waghalsigkeit, fürs mutige kopfüber Stürzen ins improvisatorisch Kreative ohne Netz und doppelten Boden – dann wären Erwin Ditzner und Bernd „Lömsch“ Lehmann (Ditzner-Lömsch-Duo) Dauerpreisträger.

Alexandra Lehmler liebt die klaren und deutlichen Worte. Ihre vorletzte CD hat sie nicht zufällig „No Blah Blah“ genannt, jetzt erscheint ihr neues Album mit dem prägnanten Titel „Jazz, Baby!“.

Richie Beirach machte sich einen Namen in den Bands von Stan Getz, Dave Holland und Jack DeJohnette. Seit 1973 ist er kongenialer Duo-Partner des Saxophonisten David Liebmann, mit dem noch heute weltweit tourt. Unter anderem für das Label ECM hat er unter eigenem Namen bedeutende Alben veröffentlicht, z.B. "Elm". Auch als Solopianist hat er Maßstäbe gesetzt. Seine Wirkungsstätte New York verließ er 2001, um dem Ruf auf eine Professur in Leipzig zu folgen. Nun - nach seiner Pensionierung als Hochschullehrer - hat er sich im rheinland-pfälzischen Hessheim niedergelassen und ein neues spannendes Trio begründet. Grund genug, ihn als furiosen Abschluss des Landes-Jazzfestes zu präsentieren.

Daemgen/Fischer & Christof Thewes: Daemgen und Fischer agieren seit 2011 als elektronisches Improvisationsduo, verstärkt durch den Posaunisten Christof Thewes sind sie im M8 Club zu erleben.

Das Sacred Concert von Duke Ellington wird aufgeführt von Seven Steps To Heaven, dem SeniorenJazzOrchester Rheinland-Pfalz e.V., und dem Kammerchor Alzey. Der große Jazzkomponist schrieb es zur Einweihungsfeier der Grace Cathedral in San Francisco. Er selbst sagte darüber: „The most important thing I have ever done.“