Mariss Jansons bei Verleihung der Festspielnadel in Salzburg. Foto: Anne Zeuner.

Mariss Jansons bei Verleihung der Festspielnadel in Salzburg. Foto: Anne Zeuner.

Mariss Jansons mit Festspielnadel geehrt

Der Dirigent Mariss Jansons ist von den Salzburger Festspielen mit der Festspielnadel mit Rubinen geehrt worden.

Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler überreichte dem Chefdirigenten von Chor und Symphonieorchester des BR die Auszeichnung der Salzburger Festspiele als Ausdruck ihrer Verbundenheit. In diesem Jahr ist Jansons in Salzburg als Operndirigent mit Tschaikowskis Pique Dame vertreten.

Seit 1970 verbindet Mariss Jansons eine besondere Beziehung zu den Salzburger Festspielen. Damals assistierte er dort Herbert von Karajan. Sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gab Janssons 1990, seither folgten 38 Auftritte mit sieben verschiedenen Orchestern bei den Salzburger Festspielen. 2007 gab er dort zum ersten Mal ein Konzert mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. 

Auf den Operndirigenten Mariss Jansons musste das weltweite Publikum in Salzburg lange verzichten, erst 2017 gelang es dem Intendanten der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, den lettischen Dirigenten für eine Oper zu gewinnen. Mit Dmitri Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk, eine der Lieblingsopern des Dirigenten, begeisterte Jansons Publikum und Kritik. 

In diesem Jahr 2018 wird Jansons erneut im Opernprogramm vertreten sein: Er dirigiert Peter Iljitsch Tschaikowskis Pique Dame in der Regie von Hans Neuenfels. In ihrer Laudatio betonte Festspielpräsidentin Rabl-Stadler: „Wenn Mariss Jansons das Dirigentenpult betritt, dann herrscht in jedem Saal dieser Welt eine besondere Spannung. Immer spürbar sind sein großer Respekt vor den Werken und seine Liebe zu den Musikern, mit denen er arbeitet.“  

Aus der Laudatio des Intendanten der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser: „Mariss Jansons ist einer der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit und ein wirklicher Freund der Salzburger Festspiele. Seine Ernsthaftigkeit, seine tiefe Empfindsamkeit, sein ethischer Anspruch und seine künstlerische Klasse geben der Musik eine ebenso seltene wie kostbare Wahrhaftigkeit. Mariss Jansons‘ Leben ist eine einzige Liebeserklärung an die Musik, er gehört zu jenen Künstlerpersönlichkeiten, die aus den Festspielen ein Epizentrum des Besonderen machen“.