Gospel auf dem Festival für Alte Musik in Köln mit Kim und Reggie Harris. Bild: Artist of Note.

Gospel auf dem Festival für Alte Musik in Köln mit Kim und Reggie Harris. Bild: Artist of Note.

Mehr Zeit für Alte Musik

Vom 27. Februar bis 13. März 2016 findet das Kölner Fest für Alte Musik statt. Das Festival wird an zwölf Spieltagen 27 Konzerte, Inszenierungen und Education-Programme umfassen - deutlich mehr als im vergangenen Jahr.

Bei der Wahl der Spielorte setzen die Festivalmacher auf das Erfolgsmodell der vergangenen Ausgaben. Die Balloni-Hallen inmitten der Ehrenfelder Industriearchitektur sind stärker involviert als bisher. Hier finden neun Veranstaltungen statt, unter anderem die Eröffnung am 27. Februar und das Abschlusskonzert am 13. März. Wieder dabei sind die neu restaurierte Flora im Botanischen Garten, die Friedenskirche in Köln-Ehrenfeld, das Zentrum für Alte Musik (ZAMUS), die Trinitatiskirche und der Alter Markt. Das Gemeinschaftsprojekt mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln wird erstmalig in der Aula der Hochschule stattfinden.

Für große Überraschungen sorgen das zamus-ensemble und das spanische Straßentheater Kamchàtka mit der interaktiven Musiktheaterproduktion FUGIT, die das Publikum am 2., 3. und 4. März durch ganz Ehrenfeld führt. Musik und Schauspiel verbinden sich zu einer ungewöhnlichen Tour, für die vom Veranstalter zu festem Schuhwerk und warmer Kleidung geraten wird.

Mit dem Kölner Fest für Alte Musik geht Festivalleiter Thomas Höft lustvoll neue Wege. Er sucht die Auseinandersetzung mit kontroversen Themen und stellt mutige Grenzüberschreitungen aufs Programm. Damit wendet er sich gewollt auch an neue Publikumsschichten. Sowohl Experten als auch ein breites, neugieriges Publikum sollen zu ihrem Recht kommen, ein besonderes Programm zu erleben, das viel Diskussionsstoff liefert.

Überschrieben ist das Festival mit "I have a Dream". Von Gospel über die Goldberg-Variationen bis hin zu einem Auftritt von Jordi Savall mit Musik aus dem multireligiösen mittelalterlichen Spanien sind tatsächlich einige musikalische Stile vertreten.

www.zamus.de