The Bad Plus. Foto: Shervin Lainez

The Bad Plus. Foto: Shervin Lainez

Meister des sparsamen, reduzierten Spiels

Beim Konzert am 28. Oktober im Grillo-Theater präsentieren The Bad Plus ihr 13. Studio-Album „Never Stop II", das am 19. Januar 2018 erschienen ist.

In der Reihe „Jazz in Essen" kommt mit The Bad Plus aus Minneapolis am Sonntag, dem 28. Oktober 2018 ab 20 Uhr ein Jazz-Trio ins Grillo-Theater, das 2000 von Ethan Iverson (Klavier), Reid Anderson (Bass) und Dave King (Schlagzeug) gegründet wurde. Im Dezember 2017 verließ Iverson die Band, an seiner Stelle sitzt seitdem Orrin Evans an den schwarz-weißen Tasten. Die drei Meister des sparsamen, reduzierten Spiels nennen Igor Strawinski und Ornette Coleman als maßgebliche Einflussgeber für ihren Stil, einem Mix aus Post-'60s-Jazz und Indie-Rock. Jeder einzelne von ihnen komponiert und trägt so zum Repertoire bei. Bekannt wurde The Bad Plus durch ihre eigenwilligen Interpretationen bekannter Rockstücke wie „Smells Like Teen Spirit" von Nirvana oder David Bowies „Life on Mars?". Viele deutsche Fernsehzuschauer kennen das amerikanische Piano-Trio wahrscheinlich, ohne es zu wissen: Die Band steuerte mit ihrer Version des Aphex-Twin-Stücks „Flim" die Vorspann-Musik zur Serie „Stromberg" bei. In einer CD-Rezension schrieb Josef Engels 2014 in der ‚WELT' über The Bad Plus: „Manchmal klingt das Trio wie Robert Schumann im Jazz-Club, dann wieder wie Richard Clayderman auf Crystal Meth. In Kombination mit der für The Bad Plus typischen Biker-Rotzigkeit entsteht daraus ein wunderlich krachendes Gemisch: Avantgarde für die Massen, wie einmal in der ‚New York Times' zu lesen war." Beim Konzert am 28. Oktober im Grillo-Theater präsentieren The Bad Plus ihr 13. Studio-Album „Never Stop II", das am 19. Januar 2018 erschienen ist.