Mirga Gražinytė-Tyla. Foto: Frans Jansen

Mirga Gražinytė-Tyla. Foto: Frans Jansen

Mirga Gražinytė-Tyla zurück am Neckar

Freude und auch ein wenig Stolz in Heidelberg: Mirga Gražinytė-Tyla schaut mal wieder bei ihrer alten Wirkungsstätte vorbei. Zwei Speilzeiten wirkte die Dirigentin am Neckar, bevor ihre Karriere sie nach Birmingham führte.

2011-2013 war Mirga Gražinytė-Tyla in Heidelberg engagiert. Sie wechselte dann an das Konzert Theater Bern, wurde Musikdirektorin des Landestheaters Salzburg und ist seit 2016|17 Music Director des City of Birmingham Symphony Orchestra. Zwei Jahrzehnte wirkte da Sir Simon Rattle, der von dort aus in die Chefposition der Berliner Philharmoniker berufen wurde. Einer seiner Nachfolger, Andris Nelson, wechselt von diesem berühmten englischen Klangkörper an das Leipziger Gewandhaus.

In der Familie von Gražinytė-Tyla waren mehrere Generationen Musiker. Bereits mit sechs Jahren wollte das Mädchen auf die Kunstschule. Sie wählte als Hauptfach Chordirigieren und durfte mit 13 Jahren eigene Ensembles leiten. Auf Anraten eines Mentors wagte sich die junge Frau an das Dirigieren von Orchestern. Das Heidelberger Publikum darf sich am 26. Oktober freuen, die erfolgreiche Dirigentin wieder in der Neckarstadt am Pult zu erleben.

Das Programm bietet interessante musikalische Gegenüberstellungen: von Mieczysław Weinberg die Suite Nr. 4 aus dem Ballett „Das goldene Schlüsselchen“ op. 55d, von Wolfgang Amadeus Mozart das Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219; dann Joseph Haydns Symphonie Nr. 6 D-Dur Hob I:6 „Le Matin“; und schließlich Dmitri Schostakowitschs Symphonie Nr. 1 f-Moll op. 10. Es spielen Lena Neudauer (Violine) und das Philharmonische Orchester Heidelberg.