Frau Luna an der Oper Dortmund, u. a. mit Julia Amos. Foto: Theateragentur Kühnly

Frau Luna an der Oper Dortmund, u. a. mit Julia Amos. Foto: Theateragentur Kühnly

Mischung aus Sentiment und Witz

Viel zu selten gespielt: Die Oper Dortmund zeigt Paul Linckes großartige Operette Frau Luna. Premiere ist im Januar.

Paul Linkes Operette Frau Luna mit dem Klassiker „Das macht die Berliner Luft" wird am Samstag, 13. Januar 2018, um 19.30 Uhr im Dortmunder Opernhaus Premiere haben. In der Regie von Erik Petersen und unter der musikalischen Leitung von Kapellmeister Philipp Armbruster singen Emily Newton die Partie der Frau Luna und Julia Amos die der Marie. Für Regisseur Erik Petersen und Ausstatterin Tatjana Ivschina bietet die burlesk-phantastische Mondrevue beste Voraussetzungen, ihren fantasievollen und verspielten Stil ein weiteres Mal an der Oper Dortmund zu präsentieren – Luftballett inklusive.

In der Operettenhandlung staunt der Mechaniker Fritz Steppke nicht schlecht, als sich herausstellt, dass der Mann im Mond eigentlich eine Dame ist – und eine piekfeine noch dazu. Der Ausflug im Expressballon hält für drei Junggesellen aus Berlin so manche Überraschung bereit. Doch weder die Putzkolonne aus Mondelfen noch der lunare Haushofmeister Theophil, der mit seinen irdischen Abenteuern prahlt, weder der pompöse Planetenball noch das spektakuläre Luftballett können die Erkenntnis verhindern, dass es auf dem Mond nicht wirklich anders zugeht als zu Hause. Dafür sorgt nicht zuletzt Frau Pusebach, die sich beherzt an die Fesselleine hängt, um zu verhindern, dass ihr Verlobter Pannecke auf interstellare Abwege gerät.

Nach den Jazz-Operetten von Paul Abraham in den letzten Spielzeiten führt Paul Linckes Frau Luna nun zu den Anfängen der Berliner Operette zurück. Mit dem großen Erfolg der Uraufführung 1899 etablierte Lincke die Operette als das charakteristische Genre der wachsenden Großstadt Berlin. Die Mischung aus Sentiment und Witz, musikalisch gespiegelt in schwungvollen Märschen („Das ist die Berliner Luft") und gefühlvollen Walzern („Schlösser, die im Monde liegen"), das bodenständige Personal mitten aus Berlin und eine Handlung, die sich aus einer Alltagssituation entwickelt, sind die Zutaten, die auch die zukünftigen Erfolge des Teams Lincke/Bolten-Baeckers auszeichnen.