Martha Argerich bei der Gründung der Beethoven-Akademie. Foto Stefan Zind

Martha Argerich bei der Gründung der Beethoven-Akademie. Foto Stefan Zind

Mit Beethoven für Menschenrechte

Die neu gegründete Beethoven Academy hat sich zum Ziel gesetzt, Musikprojekte im Kontext von Idealen wie Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion zu realisieren.

Martha Argerich ist prominenteste Gesellschafterin der neuen Beethoven Academy. Diese wurde nun in Köln notariell gegründet, wo sich die weltbekannte Pianistin für ein Gastspiel aufhielt. Weitere Gesellschafter sind der Bonner Torsten Schreiber als geschäftsführender Gesellschafter und Intendant der Academy, Andres Loesch, Vorstandsmitglied vieler Kulturgesellschaften in Bonn und Bayreuth, und der Kölner Anwalt Dr. Johannes Dilling. Mit dabei war der amtierende Beethovenpreisträger – der syrisch-palästinensische Flüchtling Aeham Ahmad.

Die Beethoven Academy hat sich zum Ziel gesetzt, Musikprojekte im Kontext von Idealen wie Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion zu realisieren. Bereits am 18.12.2015 wurde in diesem Sinne vor der formalen Gründung der Academy der erste Internationale Beethoven-Menschenrechts-Preis in der Bonner Bundeskunsthalle unter Schirmherrschaft von Bundesminister Dr. Gerd Müller und unter Mitwirkung von Martha Argerich an Aeham Ahmad verliehen.

„Wohl tun, wo man kann, Freiheit über alles lieben, Wahrheit auch sogar vorm Throne nicht verleugnen“ – dieser Eintrag Beethovens ins Stammbuch einer gewissen Johanna Theodora Focke verdeutlicht symbolisch neben weiteren Äußerungen sein Eintreten für die Werte der französischen Revolution, für die Menschenrechte und für die Aufklärung.

„Seid umschlungen, Millionen“ – Schillers Ode an die  Freude, mit der Beethoven seine letzte Symphonie beschließt, mahnt zu einer globalisierten Mitmenschlichkeit, zu einem universellen Denken und zum Eintreten für die Völkerverständigung. Die Beethoven Academy stellt den Beethoven dieser Ideale in den Mittelpunkt ihrer Arbeit und macht diese zu ihren Leitlinien.

Schwerpunkte sind die jährliche Vergabe des Beethoven-Menschenrechts-Preises in Bonn und weitere Veranstaltungsformate in der Region Bonn und darüber hinaus. Beispielhaft sei hier das Festival „Elysium“ unter der künstlerischen Leitung des Bratschisten Nils Mönkemeyer genannt, aber auch „Basisprojekte“ wie die musikalische Arbeit mit Flüchtlingen, Workshops und Projekte mit benachteiligten Gruppierungen der Gesellschaft sowie Musik- und Kunstprojekte in Krisengebieten. Die geplanten Projekte der Beethoven Academy und ihre Gremien werden in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt.